Aufsatz 
Die Arbeitsweise Ciceros im ersten Buche über die Pflichten
Entstehung
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aal νέοεν οσνμαες(§ 126§ 131), zweitens über 0.επνς νκνν ννυυνeᷣ να οeν᷑νσει νννν(§ 131 und 132) und drittens über 0‿πεον εέꝓν nuvijoete al oxéoet löyow(§ 132 c. 37§ 137).

Die§§ 126 132 schlieſsen sich ziemlich eng an Panâtius an, nur der zweite Teil des§ 129 vonscaenicorum quidem mos an enthält eine Anmerkung Ciceros. Dagegen ist das Kapitel 37(§ 132§ 135) offenbar selbständiger gearbeitet, wie schon die Beispiele der lateinischen Redner beweisen. Daſs dieser ganze Abschnitt eine selbständige Zugabe Ciceros ist, möchte ich trotzdem nicht behaupten. Man kann nicht sagen, daſs die Disposition des Ganzen durch den Abschnitt über die Rede gestört wird. Daſs das Reden unter den Begriff der Handlung fällt, zeigt ferner§ 126, wo Handlung geteilt erscheint in facta, dicta und corporis motus et status. Ferner wird über oxéoi der Rede gesprochen in den§§ 132 135 und im§ 136 zur zirοα in der Rede übergegangen mit den Worten:Sed quomodo in omni vita rectissime praecipitur, ut perturbationes fugiamus, id est motus animi nimios rationi non obtemperantes, sic eiusmodi motibus sermo debet vacare. Sonst pflegt Cicero seine Anmerkungen nicht nach der Disposition seiner Vorlage einzurichten, sondern plaudernd abzuschweifen.

Dagegen ist von Schmekel(S. 41) richtig bemerkt worden, dafs die Vorschriften über die Einrichtung des Hauses(§ 138§ 140) eine Einlage Ciceros sind.

Grôſsere Schwierigkeit hat den Erklärern§ 141 gemacht. C. F. W. Müller sagt darüber in seiner Ausgabe(S. 82. f.):Nachdem Cic.§ 126 über drei Punkte, formositas, ordo und ornatus, sprechen zu wollen erklärt hat, gibt er jetzt, ehe er zum ordo übergeht, eine allgemeine Betrachtung, die wir, wenn die Abhandlung§ 127§ 140 verloren wäre, für eine Schlufsbemerkung oder Rekapitulation zum Vorhergehenden ansehen würden. In der Tat sind es drei ganz allgemeine Satze, von denen zwei mit dem speziellen Gegenstande, von dem die Rede ist, nichts zu tun haben, der erste nur eine Wiederholung von§ 102 und S. 78,7¹) ist, der zweite von§ 19 und der dritte im Wesentlichen dasselbe sagt wie§ 130. Nun ist gezeigt, das die§§ 105 125 vorschreiben, daſs jeder seiner ihm eigentümlichen Natur treu bleiben soll. In unserm§ 141 aber ist keine Rede davon, dafs jede Person ihre Eigenart zu bewahren hat. Es kann also Müller nicht zugegeben werden, daſs§ 141 auch als Schlufsbemerkung hinter§ 125 stehen könnte. Da er davon handelt, wie jede Handlung beschaffen sein soll, so ist er in dieser Hinsicht wenigstens der unmittelbar voraufgehenden Erörterung entsprechend, in der ja gezeigt werden soll, wie jede Handlung ihrer besonderen Natur gemäfs ausgeführt werden mufs. Daſs der erste und dritte Satz unserer Zusammenfassung dem besonderen Gegenstand, von dem gehandelt wird, nicht ganz fremd ist, gibt ferner Müller selbst zu, wenn er sagt, der erste Satz sei eine Wiederholung von S. 78,7, d. h. des letzten Satzes von Kap. 36, und der dritte sage im wesentlichen dasselbe wie§ 130. Der zweite Satz aber ist durchaus nicht nur eine Wiederholung von§ 19. Im§ 19 wird es als fehlerhaft bezeichnet, wenn man zu groſse Mühe auf dunkle, schwierige und unnôtige Dinge verwendet. Hier aber wird nicht nur vor einem zu groſsen Aufwand von Fleiſs und Kräften gewarnt, sondern es heiſst ganz allgemein, daſs unsere Sorge und Mühe im rechten Verhältnis zur Grôfse der Sache stehen soll, daſs sie nicht zu groſs, aber auch nicht zu gering sein dürfen. Auch hierüber spricht er im vorhergehenden Abschnitt im§ 131. Ein Zusammenhang des§ 141

¹) dh.§ 132: Curandum est igitur, ut cogitatione ad res quam optimas utamur, appetitum rationi oboe- dientem praebeamus.