Aufsatz 
Die Konzentrationsidee und ihre Bedeutung für die Ober-Tertia des Gymnasiums / von Georg Ihm
Entstehung
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ÜUbung der Formenlehre nicht vielseitig genug wird oder Geschmacklosigkeiten herauskommen. Soll beides vermieden werden, dann wird dem Prinzip ein Nachdenken des Lehrers geopfert, welches in keinem richtigen Verhältnis zum Erfolg steht. Man hat also bei mündlichen und schriftlichen Ubersetzungsübungen aus dem Deutschen in zweckentsprechender Weise abzuwechseln mit Variationen und Einzelsätzen*), die dem Vokabelschatz der Schüler angepaßt sind. Das Streben nach zusammen- häagenden Ubungen kann übrigens auch durch die von Matthias ²) empfohlenen griechischen Inhalt- sangaben befriedigt werden. Bei ihnen bekunden die Schüler, wie der Verfasser selbst beobachtet hat, reges Interesse. Die Einübung der Vokabeln hat bald nach sachlichen*), bald nach etymo- logisch-grammatischen*) Gesichtspunkten planmäßig zu geschehen.

Dabei sind auch viele Wörter zu berücksichtigen, die vielleicht in der Xenophonlektüre vereinzelt oder gar nicht vorkommen, aber dem Schüler, weil sie in U. III. erlernt worden sind, für seine weitere Schriftstellerlektüre erhalten werden müssen. Jeder Paragraph im Xenophon bietet zu solchen UÜbungen wenigstens Ausgangspunkte.

Welche Erscheinungen der Verbalflexion sich bei dem ersten Buch der Anabasis behandeln lassen, hat Matthias) in seinem Kommentar vor jedem Kapitel zusammengestellt. Die syntaktischen Regeln finden sich ebenda in einem Anhang und bei Bachof⁰) übersichtlich gruppiert. Es ist daher nicht notwendig, das gesamte Material in diesem Zusammenhang nochmals vorzulegen. Bei der Behandlung der syntaktischen Seite ergeben sich zahlreiche Berührungspunkte mit dem Lateinischen und Gelegenheit, das gegenseitige Verhältnis von griechischem, lateinischem und deutschem Satzbau zu beleuchten.¹)

¹) Ober die Bedeutung, welche Einzelsätze für jeden Elementarunterricht haben, wenn sie auch natürlich zu- sammenhängenden Ubungsstoff nicht auszuschließen brauchen, vergl. Rothfuchs Aurea mediocritas Gymn. 1885 Nr. 20.

²) Lehrpr. IV. pag. 55.

³) Vergl. die Gruppen in Matthias Wortkunde im Anschluß an Xenophons Anabasis. Berlin 1881.

) z. B. Welche Worte sind mit oroerd stammverwandt? zox: rvyxdνν riνν etruoxta druxta droxhe duorugie. 6m. Formen zu 59G+οι ιρ6αααμς. 10 l0o&0ος dæα. LZeitwörter auf to im Futur. Pass. Perf. aller Gruppen von Stämmen. Aspiration in der Verbalflexion: z. B. 20ν⁶ꝓινρνν Jε6ερν˙μι Ʒεςεωνα Kontrakta mit den dazu gehörigen Substantiven:oα‿οοσοε,ανει mι⁴ραμοσε, iάαεέ*σέdοs, roleuεe πινεέαοs, òαεαmᷣιατοε, νεέ doνοs, oixeo oizos etc. Beispiele für die Veränderung der mutae in Futurum und Aorist*νοοσεα εε ουο, Sàενιοωο 5αοςσ, dxos ra½be, aοαοο ϑυασοιςε, 5⁴οωοσςσ εαρου. Verba mit a im Praes. Verba mit α. Verba mit passivem Aorist in aktiver Bedeutung. Perf. mit attischer Reduplikation. Perf. mit Metathesis. Übergang von« zu o in der Tempus- und Wortbildung: 1ιm ⁷ιμο†m, εiνι erdo*α εσυνπαιν- per pevos peyora vyovsiv etc. Schwache Aoriste mit«. Hierdurch wird die Repetition der Vokabeln zugleich eine intensive Ubung der Formenlehre.

) Kommentar zu Xenophons Anabasis von Matthias. Berlin 1883.

*) Xenophons Anabasis herausgegeben von Bachof. Paderborn 1888. Kommentar pag. 54 61.

*) Artikel besitzanzeigend und Weglassung des nicht betonten Possessivpronomens im Lat. d uεᷣον ro maæoadetoov mitten durch, ebenso medius. Doppelter Nom. u. Acc. KOOον ιιιιν aτod Aeduos frumentum flagitare. Accusativus der räumlichen und zeitlichen Ausdehnung. Verteilung von Funktionen des lat. Ablativs auf Genetiv und Dativ. Der Dativus sociativus bei den Verbis des Kümpfens durch bellum gerere cum aliquo illustriert. òc zıο quam celerrime. coni. hortativus. vaugoua uν⁴ bo.»O* jrtæa. cum inversum. omnoνodu u. promitto c. fut. el wie si= ob. xdâονν εαme⁴εςοιαινα gratiam referre. xäew oldæ gratiam habere. α ds bnον= ut finale. Gore= ut cons. u. itaque. olx Egæxou» negabant = sagten daß nicht. part. futuri final u. coni. periphr. act.= ich bin im Begriff. 3Atνοue Xen. I. 7, 20 = paucos= nur wenige. Verhältnis des Griech. zum Lat. u. Deutschen bei Ausdruck der indir. Aus- sage und Frage. eleuo c. acc. c. inf.= iubeo amträrre c. dat.= impero. beiden gemeinsam ist der inf. Warum ist das Gebiet des part. coni. im Griech. größer wie im Lat.? Ieyera dicitur. Lateinische und griechische Korrelativa, lateinische und griechische Fragepronomina und Frageadverbia miteinander ver-

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