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sehen von der Forderung, welche anregende Teilnahme urteilsfähiger Manner jeder Arbeit geben, war es für H. in materieller Beziehung doch von der grössten Bedeutung, dass es eben ein Mann wie Joh. v. Müller sich angelegen sein liess, für seine Arbeiten Stimmung zu machen. Das Werk über die Kaiserpfalz sollte auf Subscription herausgegeben werden; und wenn wir die Reihe der Namen, die sich von dem Jahre 1810— 1818 in der Subscriptions- liste befinden, ansehen, dann wird es uns klar, dass wohl nicht nur das Interesse für den Inhalt des Werkes für die Zahl und vor allem auch für die Stellung und das Ansehen der Unterzeichner massgebend ist. Die verhältnismäâssig grosse Anzahl von subscribierenden Fürsten, Prinzen und Staatsmännern ist ohne Zweifel auf das Eingreifen Joh. v. Müllers zurückzuführen. Danach lässt sich ermessen, wie der Tod dieses Mannes neben den un- günstigen politischen Zuständen der damaligen Zeit hemmend auf die Thätigkeit II.s wirken musste.
Wie gesagt, begann die Subscription auf das vorerwähnte Werk im Jahre 1810; aber erst 8 Jahre später ist es wirklich erschienen. Auf die Frage, wodurch diese auffallende Verzögerung veranlasst wurde, werden wir an der Hand der Ereignisse Antwort erhalten. Zunächst müssen wir wieder auf die Thatigkeit H.“s zurückkommen, die er in und um Gelnhausen entfaltete. Von seiner eingehenden Beschäftigung mit den Kirchenbauten Geln- hausens war die Rede. Wie sehr er aber die Abwechselung liebte, dafür spricht, dass er auch noch. während sich ihm in Gelnhausen selbst eine Fülle von Stoff für mehrere Ar- beiten bot, auf Ausflügen in die Umgebung genannter Stadt Material zu neuen literarischen Unternehmungen sammelte und die Bearbeitung desselben begann, ohne auch nur eine der bereits in Angriff genommenen beendet zu haben. Im Februar 1809 war er in Ortenberg. Wie aus den Aufzeichnungen?) über das Städtchen, seine Geschichte, das Schloss und Kloster daselbst hervorgeht, wollte er auch die merkwürdigen Gebäulichkeiten Ortenbergs und die Geschichte desselben in einem selbständigen Werke behandeln.
Nachdem I.'s Studien, die er in Gelnhausen und Umgegend betrieben hatte, wenigstens in Bezug auf sein Hauptwerk, die Burg zu Gelnhausen, zum Abschluss gekommen waren, konnte er im Jahre 1810 daran gehen, eine Anzeige und ein Probeblatt seines architek- tonischen und historischen Werkes über den Palast der Hohenstaufen erscheinen zu lassen. In dasselbe Jahr fiel der Einzug des Grossherzogs von Frankfurt in Hanau, und im Anschluss an dieses Ereignis muss von dem Verhältnis die Rede sein, in dem er zu dem Fürsten Primas Karl von Dalberg stand. Seine politischen Anschauungen hatten sich offenbar rasch geändert. Aus der Notiz in Zieglers Chronik hatten wir gesehen, in welch schroffer Weise H. bei der Umgestaltung der politischen Verhältnisse seines Vaterlandes im Jahre 1807 Stellung zu der neuen Obrigkeit nahm. Ein Jahr später erhielt er schon Rang und Titel von der neuen Regierung, und zwei Jahre danach zeigte er sich bereits so versöhnt mit der veränderten Ordnung der Dinge, dass er den Grossherzog bei seinem Einzug in Hanau als die Erfüllung der Geschichte seines Vaterlandes feierte. Er that
³) Ebenfalls enthalten in dem Handschriftenfascikel der Landesbibliothek zu Cassel.


