Aufsatz 
Helfrich Bernhard Hundeshagen und seine Stellung zur Romantik. Nebst 2 Beilagen.
(2 Briefe von Jacob Grimm.)
Entstehung
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Ausführung gelangte. Daran mögen allerlei ungünstige Verhältnisse Schuld gewesen sein, zum nicht geringen Teil aber unterblieben sie doch, weil H. sich zu gleicher Zeit mit zu vielerlei befasste. Den Entwurf, der bier wiedergegeben werden soll, nennt sein Verfasser:

System der Schrift über die Stadt Gelnhausen.*)

§ 1. Einleitung.§ 2. Friedrich macht den Flecken Gelnhausen zur freien Reichsstadt. § 3. Von der Stadt Lage, Namen, Ursprung und von den Grafen von Gelnhausen. § 4. Von der sogenannten Gildakapelle.§ 5. Von der St. Peterskirche.§ 6. Von Rechten, Freiheiten und Gnaden, so die Stadt von rõmisch-deutschen Kaisern und Königen erbalten.§ 7. Vom Bau der Pfarrkirche.§ 8. Von der Hospitalkirche und der Kapelle zum heiligen Kreuz.§ 9. Was an Verzierung und V ergabung an diese heiligen Gebäude gekommen ist, und wer darin begraben liegt.§ 10. Von der Bürger Verfassung und Lebensart und von den öffentlichen Plätzen, von den Strassen und Thoren und von den gemein- und nützlichen Gebäuden. Von der Bauart dieser Zeiten überhaupt.§ 11. Von den Schicksalen der Stadt im Laufe der Jahrhunderte.§ 12. Was jetzt an der Stadt ist. § 13. Schluss.

Sogar von der Vorrede zu dem beabsichtigten Werke, dessen System nicht gerade sehr systematisch erscheint, sondern den Eindruck macht, als ob die augenblicklich auf- tretenden Gedanken nur schnell zu Papier gebracht worden wären, ist schon der erste Satz geschrieben. Er lautet:Dieser Gegenstand kann weder in einem grossen Bild, noch in einer fliessenden Darstellung gleich dem Strom der Zeit dargestellt werden, sondern gleich kleinen Seen auf anmutigen Gefilden spiegele sich der Gegenstand in einzelnen Gemälden. Wie dieser Entwurf, so zeugen noch eine Reihe anderer, die in dem Handschriftenfascikel der Casseler Landesbibliothek unter der bereits angegebenen Signatur enthalten sind, von geplanten Arbeiten. Sie sind nicht über das Stadium der Vorstudien hinaus gediehen. So beabsichtigte IHI. den Kirchenbauten Gelnhausens, vor allem der herrlichen Pfarrkirche daselbst, kunstgeschichtliche Abhandlungen zu widmen, und es darf wohl mit Rücksicht auf das Talent, welches H. bei der Bewältigung derartiger Aufgaben an den Tag legte, bedauert werden, dass die geplanten Arbeiten nicht zur Ausführung gelangten. Die Vorarbeiten nun zu Werken der angegebenen Art waren zeitraubend und ihr Druck wegen der dazu nôtigen Zeichnungen mit erheblichen Kosten verknüpft. Da sich ferner mit Rück- sicht auf ihren Inhalt voraussichtlich ein nur verhäaltnismässig kleiner Kreis von Lesern finden würde, so war mit der Herausgabe derselben ein gewisses Risiko verbunden. Des- halb war für H. die Anregung und Unterstützung einflussreicher Personen sehr wichtig, und wir sahen bereits, dass Joh. v. Müller in erster Linie an H.s Arbeiten auf dem Gebiete der Kunst Anteil nahm. Dieser einflussreiche Mann, der ohne Zweifel auch die Bezie- hungen, in die H. später zum Grossherzog von Frankfurt trat, vermittelte, starb im Jahre 1809. somit in einer Zeit, in der IH. sein Werk über die Barbarossaburg zu Gelnhausen ziemlich zum Abschluss gebracht hatte. Das war für ihn ein harter Schlag. Denn abge-

) Bibl. Cass. Mss. Hass., Fol. 254.