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die Zahl der Zuhôrer zuliess, in einem der Brennpunkte der schicklichste Standort für den Lehrer, sowohl für Freiheit des Blicks und der Gebärde, wie Bildung der tönenden Rede:; bei dem Langviereck tritt dies auch ein, jedoch in einem nach dem Unterschied zwischen beiden Gestalten gemäâssigten Verhaältnis, wenn der Lehrer sich an den Ort stellte, wo die langste mittlere Durchschnittslänge eine der beiden schmalen Seiten des Langvierecks teilt.“ Indessen für die Verwertung der Ellipse fehlte es an Vorbildern, vielleicht liess auch die bequeme Verwendbarkeit der vorhandenen Muster für den Kirchenbau den Künstler von anderen Formen absehen, zumal der Verfall des römischen Reiches dem Erstehen origineller Künstlernaturen nicht förderlich war. Auch fehlte es den kirchlichen Gemeinden der altesten Periode an den nôtigen Mitteln zur Erbauung kunstvoller Gebäude. Ausserdem entsprachen die Basiliken in ihrer Einrichtung den frühesten Bedürfnissen der christlichen Kirche sehr: das gedrückte Hauptende derselben, die Tribuna, gab den zweckmässigsten Standpunkt für den Lehrer ab, sowie der übrige Raum am meisten Zuhôrer in sich fasste. Zudem fanden sich einmal Gebäude dieser Art schon vor, die den Bedürfnissen einzelner Gemeinden zuvorkamen, und die man bei ferneren anderen Bauten auf die natürlichste Art vor Augen nahm und nachbildete, jedoch sie der Veränderung der Zeiten. Orte, Umstände unterwarf, so dass in späteren Zeiten die Kirchenbaukunst an einzelnen Gebäuden manchmal auf den ersten Blick ihren Ursprung verleugnen mõchte, was teils in der späteren historischen Nachahmung, teils in der Willkür einzelner Baumeister seinen Grund haben mag.“ Nachdem so die Erklärung für die einfachste und zugleich zweckentsprechendste Form der Kirchenbauten der ältesten Zeit gefunden ist, wird im folgenden Paragraphen der Grund für die Notwendigkeit der Erweiterung der Gotteshäuser angegeben und aus- geführt, wie diesem Bedürfnis abgeholfen wurde. Dieser Paragraph, in dem eine geistvolle Erklärung für die Anwendung der Kreuzform bei Kirchenbauten gegeben wird, ist von hohem Interesse. In ihr kommt nach H.s Ansicht der technisch praktische Gesichtspunkt und das religiöse Moment in vollkommenster Weise zur Geltung. Er sagt, wie folgt: „Da in den folgenden Zeiten der einfach ursprüngliche Zweck der versammelten christlichen Gemeinde sich hauptsächlich in ein geheiligtes Schauspiel der Gottesverehrung verwandelte, als sich dazu ausschliesslich der Priesterstand in der Gemeinde erhob, die an Ausbreitung und Menge unendlich gewann, musste bei der Erbauung der Kirchen nicht allein auf einen räumlichen Unterschied zwischen Priester und Laien gedacht, sondern auch bei der vermehrten Gemeinde für einen grösseren Raum in dem Gebäude gesorgt werden. Die Verlängerung des Gebäudes konnte nur einseitig dieser Forderung genug thun, indem die aussersten Glieder der Gemeinde zu weit von dem geheiligten Schauspiel entfernt wurden. Die Verbreitung des Gebäudes würde seine Bedeckung ohne Ende erschwert, auch den im Amt dienenden Priester zu sehr links und wieder rechts beschäftigt haben. Der vernünftigste Mittelweg zur Befriedigung obiger Forderung scheint mir Verläângerung und Verbreitung des Gebäudes zugleich mit Vermeidung des dagegen Eingewandten. Die Aufgabe ward in der Kreuzgestalt sehr verständig und glücklich gelöst. Erstlich war der Platz der
Durchkreuzung(das Herz) in dieser Gestalt ein schicklicher räumlicher Unterschied zwischen 2


