—qH’ S Im Anhang befindet sich auf p. und 5 eine Inhaltsangabe über die 13 Kapitel des Hauptteils. Auf p. c werden in Vierecken die Namen der einzelnen Buchstaben von p. 21. wiederholt. Verschiedene Alphabete kommen dann auf p. d und f zum Abdruck, während die unbedruckten Seiten e und g offenbar von Bullokar selbst mit einigen Versen beschrieben sind.
Wenden wir uns nun dem Hauptteil des„Booke at large“ zu:
Bullokars Sprachlehre.
Nach Bullokars Ansicht ist die englische Sprache durch die alte Orthographie entstellt und eine Verbesserung derselben daher notwendig(p. 14). Doch die Sprache selbst ist nicht barbarisch, wie Fremde behaupten, sondern der Mangel liegt an den Buchstaben, die oft einen zwei- und dreifachen Laut darstellen(p. 1). Obgleich der Druck die beste Hilfe ist, um die Orthographie in Ordnung zu halten, so hat sich doch die englische Schrift seit dem Anfang des Druckes, der, wie er p. 2 bemerkt, in Deutschland im Jahre 1457 von einem„Knight“ erfunden ist, aus Mangel an echter Orthographie immer geändert. Im Englischen sind nur sechs Buchstaben(a, b, d, f, k, x) ganz vollkommen, d. h. sie bezeichnen nur einen einzigen Laut(p. V. und p. 14). I, m, n, r sind nicht ganz vollkommen, da sie auch Halbvokale sind; desgleichen;, das es und's lautet(p. 3). Unvollkommen, da sie mehrere Laute bezeichnen, sind: c, e, g, i, o, ſ, t, v und y(p. 4). Deshalb ist es für die Engländer auch leichter, Latein zu lernen, weil hier von 21 Buchstaben 13 oder 14„perfetly perfet“ sind(p. 50). Und umgekehrt war es für einen lateinischen Lehrer sehr schwer, das Englische mit seinen lateinischen Buch- staben richtig aussprechen zu lehren(p. 50/51); denn im Lateinischen fehlten die 5 Buch- staben: c“, g“, i, y, v'(p. 50) und in gewissen Fällen h. Ferner hat das Lateinische nicht die Laute ch, e“, w, ſh*), ch, w, vh, y, l'’ m, ü. Letztere drei Laute wenigstens nicht in dem vollkommenen Laut der englischen Sprache. Alle diese Laute fehlen sowohl als einzelne Buchstaben, wie auch in der Silben- und Wortverbindung, und doch sind sie alle in der eng- lischen Sprache sehr gewöhnlich(p. 50). Für die Aneignung einer guten Aussprache, besonders für Fremde, namentlich solcher Laute, die nur einer Sprache eigentümlich sind, hält B. besondere Buchstaben, die nur diesen Laut bezeichnen, für nötig(p. 19), und fordert demgemäss eine Verbesserung der Orthographie. Nur für lateinisch gedruckte Bücher gesteht er eine Aus- nahme zu, weil Lateinisch in so vielen Ländern gebraucht wird, und damit Bücher, die in England gedruckt sind, auch ausserhalb gebraucht werden können und umgekehrt(p. 2 u. 48). Für seine Landsleute, die Latein lernen, empfiehlt er jedoch die folgenden Regeln: An c, g, i, v soll wegen ihrer verschiedenen Laute ein Strich hinzugefügt werden, th hat nur die Aussprache von th, u nach ist überflüssig und z lautet zwischen zwei Vokalen wie s(p. 48/49).
Seine Verbesserung der Orthographie bezweckt, dieselbe„vollkommen“ zu machen, d. h. Auge, Ohr und Stimme sollen übereinstimmen(p. V). Darum ist die Hauptsache, um sein Werk zu verstehen, sich die Namen der einzelnen Buchstaben einzuprägen(p. VIII). Dann kann nach seiner Ansicht ein Kind nach dieser neuen Orthographie in einem halben Jahr
*) Die hier vorkommenden Laute ſh, ph und ph sind im Original zu einem Zeichen vereinigt; ferner ist bei y, wo dasselbe als Konsonant steht(z. B. bei„young“), die Schleife nach rechts verlängert.


