Aufsatz 
William Bullokar / von Eduard Hauck
Entstehung
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sondern nur praktischer Nutzen veranlasste ihn, die alten Buchstaben beizubehalten und ihre etwaigen Doppellaute durch Striche und Haken kenntlich zu machen. War nämlich Smiths und Chesters Orthographie nach seiner Ansicht(p. 15) nur schwer mit der alten zu vergleichen, so war dies sehr leicht mit der seinigen der Fall. Ausserdem hätten alle alten Bücher neu gedruckt werden müssen, und solche Neudrucke würden zu teuer geworden sein. Seine Methode erspart also auch viele Kosten(p. X). Durch diese Verzögerung erschien seinBooke at large erst Ende 1580.

Von seinen übrigen Schriften seien hier nur die folgenden erwähnt. P. 43 in seinem Booke at large berichtet er von einer Flugschrift, die kurz die Hauptsache seinesBooke at large enthalten und auch zum Vergleich mit der alten Orthographie später dienen sollte. Sie erschien auch noch 1580. Mehrfach(p. 22, 45, 52) sagt er, dass er sich mit dem Gedanken eines Wörterbuches und einer Grammatik getragen habe. Letztere sollte bald(p. 45, 52), an einer anderen Stelle(p. X) aber erst nach der allgemeinen Einführung seiner Orthographie in England erscheinen. Wahrscheinlich weil letzteres nie geschah, sind auch diese beiden Werke nie erschienen. Dagegen veröffentlichte er 1586 seineBref Grammar, die nur ein Auszug aus seiner grossen Grammatik zu sein scheint(J. H.). Trotzdem arbeitete er unaus- gesetzt und unentmutigt weiter an der Verbreitung seiner neuen Orthographie, indem er besonders Schriftsteller des Altertums ins Englische übersetzte und in seiner Orthographie niederschrieb. Zu nennen sind Aesops Fabeln, die 1585 erschienen. Mit ihnen waren die Short sentences of the wys Cato verbunden.

Bullokars W9erke sind heute nur in wenigen Exemplaren zugänglich. SeineBref Grammar befindet sich in der Bodleian, dagegen nicht im British Museum oder Lambeth(J. H.). Das British Museum besitzt B.s Uebersetzung von Aesops Fabeln und seinBooke at large. Letzteres in zwei Exemplaren. Das für vorliegende Arbeit von mir benutzte Buch hat jeden- falls B. selbst zu eigen gehört; denn auf dem Titelblatte und im Anhang p. e steht sein Name geschrieben, auf ersterem nur der Zuname: Bullokar, auf letzterem Vor- und Zuname: William Bullokar, ausserdem befinden sich an verschiedenen Stellen schriftliche Anmerkungen, die sicherlich vom Eigentümer des Buches hinzugefügt sind, z. B. p. 21, 47, Anhang p. c, e, g.

Das Buch ist im Jahre 1580 von Henrie Denham in London gedruckt. Der lange Titel auf p. I gibt eine kurze Inhaltsübersicht. Er mag darum hier zum Abdruck kommen:

Bullokars Booke at large, for the Amend- ment of Orthographie for Engliſh ſpeech: wherein a most perfect ſupplie is made, for the wantes and double (ounde of letters in the olde Orthographie, with Examples for the (ame, with the ealie conference and vfe of both Orthographies, to laue expences in Bookes for a time, vntill this amendment grow to a generall vle, for. the eaſie,(peedie, and perfect reading and writing of Englifh,(the ſpeech not changed, as lome vntruly and malicioufly, or at the lealt ignorantlie blowe abroade) by the which amendement the lame Author hath allo framed a ruled Grammar, to be imprinted heereafter, for the lame ſpeech, to no (mall commoditie of the Engliſh Nation, not only to come to ealie,(peedie, and