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auf Einführung der drei anderen Vorleſungen gerichteten Vorſchläge wurden von ihm nicht genehmigt. Dagegen wurde ſeit Aufang des Jahres 1602, wie ſchou bemerkt wurde, über frauzöſiſche und italieniſche Sprache von Catherin le Doux eine Vorleſung ge⸗ halten 4). Das Geſuch der Profeſſoren, welches bezweckte, daß noch einige Freiſtellen für publici gegründet werden moͤchten ²), damit dadurch mehr Zuhörer für die Vorleſungen herbeigezogen würden, wies der Landgraf gleichfalls zurück, weil er die ohnehin ſchon durch die Auſtalt verurſachten bedeutenden Unkoſten nicht noch vermehren wollte. Und er glaubte dies um ſo weniger thun zu müſſen, weil er überzeugt war, daß die Urſache der geringen Frequenz des Col⸗ legiums vor anderem in der Nachläſſigkeit und Unfähigkeit der Pro⸗ feſſoren zu ſuchen ſei. Ganz unverhohlen und in etwas derben Worten giebt er dieſer Ueberzengung in zwei Schreiben an M. Cru⸗ ciger ans dem Jahre 1603 Ausdruck ²). In denſelben ſpricht er die Abſicht aus die ganze Schule für die Zeit ſeiner Abweſenheit aus Caſſel zu verlegen und unter ſeine unmittelbare Aufſicht zu nehmen. Nur die Rückſicht auf die„schola publica“, welche der Profeſſoren wegen nicht gut habe von Caſſel entfernt werden kön⸗ nen, habe ihn ſeither abgehalten dies zu thun. Da aber die Pro⸗ feſſoren weder den vorgeſchriebenen Beſtimmungen nachkämen, noch Zuhörer anzulocken, ja nicht einmal die wenigen Schüler in Zucht zu halten verſtänden— alle Docenten werden der Reihe nach einer ſehr ſtrengen Kritik unterzogen—, ſo wolle er die Anſtalt von die⸗ ſen unnützen und unverbeſſerlichen Gliedern befreien und im nächſten
ernannt worden ſei, ſo iſt dies dahin zu berichtigen, daß Krugk an dem Collegium Mauritianum Profeſſor der Mathematik und an dem Adel⸗ phicum 1623 Proſeſſor der Logik war.(S. Mas. H. fol. 103 3 4)
2) Strieder, III S. 246; Mss. H. fol. 57 p. 117.
²) Mas. HI. fol. 57 p. 30. Das Schriftſtück hat keine Unterſchrift. Daß es aber von den Profeſſoren herrührt, erhellt aus dem 4ee deaf von ihnen verfaßten Schreiben(NMas. H. p. 122).
*) Mss. HI. fol. 57 p. 15f und Mss. H. 103 in 4, p. 94.


