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aus ¹): Je me mis entoute diligence de traicter les discipli- nes à la socratique, en cherchant et démonstrant l'usage, en retranchant les superfluitez des règles et préceptes. En ceste laborieuse et pénible contention d'estude, j'ay travaillé jour et nuict à enseigner et mettre en meilleur ordre la grammaire grecque, latine, françoise, la rhétoriqne et sur- tout la logique etc.
Man ſieht hieraus, daß es Ramus nicht ſowohl auf die Regel als auf die Anwendung(usus) ²) ankam. Ohne Zweifel iſt es auch gerade dieſer praktiſche Zug in ſeiner Natur, welcher ihn in den Kampf gegen die ſcholatiſche Philoſophie, die ihm ein inhalts⸗ loſer, todter Formalismus zu ſein ſchien, hinein führte. Die Wiſ⸗ ſenſchaften(artes liberales) ſchied er in exoteriſche und eſoteriſche. Zu den erſteren rechnete er Grammatik, Rhetorik und Logik, zu den letzteren Mathematik, Phyſik, Metaphyſik und Ethik 4). Für uns iſt hier nur ſeine Behaudlung der exoteriſchen Disciplinen von Wich⸗ tigkeit. Seine Verdienſte um die Grammatik waren nicht unerheb⸗ lich. Er ſchrieb ſelbſt eine lateiniſche(1559), eine griechiſche ⁴) (1560) und(1562) eine franzöſiſche Sprachlehre. In den Regeln beſchränkte er ſich auf das Nothwendigſte und ſuchte eine jede durch Beiſpiele zu erläutern. Auf die richtige Ausſprache des Lateins legte er großen Werth*). Die Lehre von den Deklinationen und Conjugationen verbeſſerte er durch neue Eintheilung und wies der
¹) Remonstrance p. 27. ¹) Seine wiederholte Betonung des usus zog ihm von ſeinen Gegnern den Sgpottnamen usuarius zu.
²¹) Vgl. Waddington, Ramus p. 347 und de P. Rami vita p. 46.
4) Das Griechiſche machte er zuerſt an den Collegien in Paris neben dem Latein zum Unterrichtsgegenſtand. Die Griechiſche Grammatik führt den Titel Grammatica graeca, quatenus a latina differt.
³) Ramus führte zuerſt die beiden Buchſtaben j und v(consonnes ra- mistes) in das lateiniſche Alphabet ein. Waddington, Ramus S. 348 f.


