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den, nur indirekten Aufſchluß. Bei einer oberflächlichen Einſicht erkennen wir jedoch ſchon ſoviel, daß auch in dieſen Jahren der Lehrplan mannigfachem Wechſel unterworfen war. Auch die Lehrer⸗ zahl wechſelte. Im Jahre 1611 gieng man, wie aus einem Briefe des Landgrafen ¹) erhellt, damit um die Stelle des vierten Lehrers (des Religionslehrers) zu beſetzen. 1614 war die Zahl der Lehrer auf zwei herabgeſunken. Allein Moritz gewann bald die Ueberzeu⸗ gung, daß dieſer Mangel an Lehrkräften nicht am wenigſten dazu beitrage den Ruf der Anſtalt zu gefährden 2). Es wurden daher bald wieder neue Lehrer berufen, und am Schluß des Jahres 1616 finden wir ſogar ſechs Lehrer an der Schule thätig ³). Von dieſen wurde jedoch ein Drittel(Grobius und Kegeln) faſt allein zum Unterricht der fürſtlichen Kinder verwandt, ſo daß für den Unter⸗ richt in den Claſſen insgeſammt eigentlich nur vier Lehrer übrig blieben. Immerhin ſchienen aber dem Landgrafen im Verhältnis zur Schülerzahl ¹) der Lehrer zu viel zu ſein, und er forderte daher 1617 von den Examinatoren ein Gutachten darüber ein ⁵), ob ſich nicht die Zahl beſchränken laſſe. Die Examinatoren erklärten ſich
¹) Mss. H. fol. 57 p. 98.
²) S. Analecta Hass. Coll. I, p. 190.
²³) Mss. H. fol. 57 p. 109.
4) Selbſtverſtändlich wechſelte die Zahl der Schüler mit den Jahren. Durch⸗ ſchnittlich war jedoch die Schule ſeit 1605 ſchwächer beſucht als in der erſten Zeit dieſer Periode. Ein vollſtändiges Verzeichnis der Schüler liegt uns aus dem Frühjahr 1614 vor. Dasſelbe(Mss. II. fol. 57 p. 203) nennt folgende Schüler:
Primarii 1) Hagen, 3) Ries, 2) Itterſum, 4) Oppenheim,) Symphon.
5) Linck, 6) Lewenſtein, 7) Segar, 8) Carſpach.
Secundarii
1) Hanſtein, 4) Hoevel, 6) Stanley, 2) Gudenberg, 5) Lewenſtein jun. 7) Buſchmann,) Symphon. 3) Stoeckheim, 8) Eckelius.
³) Mss. II. fol. 57, p. 114.


