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In den Bemerkungen zu dem erſtern der Kataloge ſagt Moritz unter anderm, daß erſt dann, wenn man die Anſtalt von den un⸗ nützen und trägen Gliedern befreit habe, an eine dauernde Orga⸗ niſation des Unterrichts(perpetuus lectionum ordo) zu denken ſei. Der Lektionen dürften nur wenige ſein, dagegen müſſe häufig repetiert werden. Damit die Lehrer ſich nicht beſchweren könnten, daß ihnen eine zu ſchwere Laſt auferlegt ſei, ſo habe er ihnen einen dritten Collegen zu geben beſchloſſen.
„Eingehender äußert ſich noch Moritz in Bemerkungen zu dem von dem Direktor und den Profeſſoren verfaßten Gutachten über Reform der Schule, welches den zweiten der erwähnten Lektions⸗ pläne enthält. Nachdem er vorausgeſchickt hat, daß nothwendig eine jede Claſſe in zwei Unterabtheilungen getrennt werden müſſe, bemerkt er, daß die Lektionen ſo zu vertheilen ſeien, daß ein Lehrer im Stande ſei die beiden Ordnungen einer Claſſe in derſelben Stunde auf verſchiedene Art zu beſchäftigen. Während z. B. in dieſer Stunde der Lehrer mit der unteren Ordnung die Grammatik repetiere, ſolle die obere die Regeln der Proſodie oder Wörter me⸗ morieren. In der folgenden Stunde müſſe ſich dann der Lehrer zur erſten Abtheilung wenden, um die Knaben die Wörter und proſodiſchen Regeln herſagen zu laſſen, und dann alsbald mit den⸗ ſelben die griechiſche Grammatik vornehmen, während unterdeſſen die Schüler der zweiten Abtheilung lateiniſche Wörter und proſodi⸗ ſche Regeln, welche ſie ſpäter zu recitieren hätten, lernten. Auf ähnliche Art ſei bei allen Lektionen zu verfahren. Dieſe Einrich⸗ tung trage auch den Vorzug in ſich, daß von den drei Lehrern im⸗ mer einer freie Zeit zu ſeinen Studien und zur Vorbereitung auf die Lektionen behalte. Auch empfehle es ſich einem von den die Vorleſungen beſuchenden Alumnen eine Lektion in der unterſten Claſſe zu übertragen. Denn hierdurch werde nicht nur den Lehrern die Arbeit erleichtert, ſondern auch unter den Jünglingen ſelbſt ein edler Wetteifer ſich dieſes Ehrenamtes würdig zu machen angefacht


