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ſie ohne Nachtheil in zwei Claſſe een hätten teuatbeiht werden können ¹).
Wenn ſich ſchon in dieſer Gliederung der Scule ein Schiwan ken nicht verkennen läßt, ſo ergiebt ſich bei Betrachtung des eigent⸗ lichen Lehrorganismus noch deutlicher, daß es an einem feſten Prin⸗ zip und an conſequenter Durchführung des für richtig Erkannten fehlte. Die Anſchauungen des Landgrafen über Ziel, Umfang und Methode des Unterrichts waren, weil ſie nicht auf eigener Erfah⸗ rung beruhten, zu unſelbſtſtändig, als daß ſie nicht fortwähren⸗ den Schwankungen hätten unterliegen müſſen. Nur ſo begreift es ſich, daß in einer verhältnißmäßig ſo kurzen Zeit Unterrichtsgegen⸗ ſtände bald auf das eifrigſte betrieben werden, bald mehr zurücktre⸗ ten und dann auch wohl ganz von dem Schulplan verſchwinden. Daß ein derartiges Oseillieren zwiſchen den verſchiedenſten Prinzi⸗ pien der Anſtalt nicht zum Heil gereichen konnte, bedarf keiner Be⸗ merkung. Aber gerade in dieſem unaufhörlichen Experimentieren und Reformieren zeigt ſich unverkennbar das Intereſſe, welches Moritz für ſeine Hofſchule hegte. Auch war dem Landgrafen ein häufiges Wechſeln in ſeinen Anſichten durch den Streit nahe ge⸗ rückt, welcher damals unter den Schulmännern von Fach über die Ziele und die Methode des Unterrichts ausgebrochen war. Denn gerade gegen den Anfang des ſiebzehnten Jahrhunderts machten ſich neben der bis dahin allein herrſchenden hianigiſchen mihtneg
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¹) Moritz ſagt in einem Schreiben vom 21. Mai 1617(Nes., n. loi. 57 p. 114): Inter alumnos— von andern Schülern der Hofſchule außer den Alumnen findet ſich ſeit 1605 keine Spur mehr— ei aeiatis et profectuum ratione ingens reperitur discrimen ita ut nisi in tres classes commode dividi nequeant. Nam si medii ordinis his gut illis adjunguntur, utrinque non leviter peccabitur, inferiorum tar- ditate superiorum cursum impediente, aut majorum cejeritate in- feriorum comitatum non ferente. Aus dem Antworſſchreiben der fürſtlichen Räthe vom 28. Mai(Mss. HI. fol. 57 p. 264) erhellt, daß die Anordnung des Landgrafen auch wirklich zur Dancfübrun Feene men iſt.


