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Gregorius Schönfeld den Aeltern, den Profeſſor an der Hof⸗ ſchule, als Direktor gerichtet war. Zu dieſer Vermuthung führt uns außerdem auch die Erwägung, daß der ältere Gregorius Schön⸗ feld als Profeſſor der Theologie den höchſten Rang unter den Pro⸗ feſſoren einnahm und daher für die Stelle eines Direktors unter ihnen der Nächſtberechtigte war 4). Sodann finden wir aber noch, daß in dieſer Zeit Briefe theils an den ältern Schönfeld gerichtet, theils von ihm geſchrieben ſind, welche durchaus keine Beziehung zu ſeiner Thätigkeit als Profeſſor der Theologie haben, ſondern ganz andere Angelegenheiten der Schule betreffen ²). Die Finanzen der Schule waren der Obhut eines Oekono⸗ men anvertraut. Derſelbe hatte die Auszahlungen zu machen und die Cinkünfte einzukaſſieren. In einem Schreiben ³) des Direktors und der Profeſſoren an Moritz, in welchem vier Candidaten für den Oekonomenpoſten zur Auswahl vorgeſchlagen werden, wird dreierlei von dem Oekonomen verlangt, einmal, daß er klug und umſichtig und in der Verwaltung von Geldern erfahren ſei, zwei⸗ tens, daß er treu und gewiſſenhaft ſei, und drittens, daß er Ver⸗ mögen habe, um Caution ſtellen zu können.
Um das Jahr 1615 üandm dieſem Amte ein gewiſſer Cornet, feiher Hoſſchüler, oh
ſeher der Heſſchule war, es ſich aber nicht erklären konnte, warum dieſer allgemeine Schulangelegenheiten betreffende Erlaß gerade an den ältern Schönſeld gerichtet ſein ſollte, da er ja einen Direktor an der Hofſchule naicht kannte, ſo konnte er leicht auf die Annahme geführt werden, daß in der Adreſſe nicht der ältere, ſondern der jüngere Schönfeld gemeint ſei, und daß dieſer damals das Aufſcheramt verwaltet habe. ¹) Auch an dem collegium Adelphicum war der Poofeſſor der Theologie (Senior) Dekan(Direkter). ²) 1601 berichtet Schönfeld mit v. Hoevel gemeinſam wegen Entfernung eines Kapellknaben(Mss. II. fol. 57 p. 144); 1603 erhält er von dem Landgrafen den Auftrag die Aufnahmeprüfung des Sohnes des Vogts von Friedewald zu leiten(Mss, II. fol. 57 p. 93). 3) Mss. H. fol. 57 p. 120. 4) Mss. II. fol. 57 p. 106.


