Aufsatz 
Über die zeichnende Methode im geographischen Unterricht / von L. Grebe
Entstehung
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ihren Abschluss nach Südosten bekommen. Der Durchschnitt dieser Linie mit dem 50. Parallel, der Pass von Mittelwalde(27), wird der Ausgangspunkt einer Parallellinie zu(26)(24)(27)(28), welch letzterer Punkt den Pass von Liebau bezeichnet. Die Länge von(27)(28) ist dieselbe wie von(26)(24). Mitte des Oblongs ist die Tafelfichte(29), die Verbindung(29)(28) das Iser- und Riesengebirge. Nördlich von(3) und westlich von(29) liegt der Winterberg(30). Ein Parallelzug zu(29)(28) von(30) bis zu einem Punkt südlich von(29) ist das Lausitzer Gebirge (30)(31). Die Verbindung(8)(30) mit Raum für den Durchtritt der Elbe bei(30) ist das sächsiche Erzgebirge.

Die Entwicklung des Rheinlaufs knüpft man wohl am besten an die Donauquelle(10) an. Man theilt den zwischen Parallel 48 und 46 liegenden Theil des Meridians 26 in vier gleiche Theile. Vierwaldstätter See(31), Rheindurchtritt bei Waldshut(32), Rhnegletscher(33). Zwischen (31) und(15) in der Mitte liegt das nordöstliche Ende der Selvrettakette(34). In der Richtung (33)(34) fliesst der Vorderrhein um das in der Mitte von(31)(34) liegende östliche Ende der Tödikette. Chur(35). Südlich von?(34) im Durchschnitt von Meridian 28° und Parallel 460 tritt der Oglio zwischen den Bergamasker und Adamello-Alpen nach Süden. Dieser Punkt(36) ist wichtig, weil durch ihn und(33) die Richtung der Adularalpen bestimmt wird, welche im 27. Meridian bei Chiavenna(37) ihr östliches Ende finden, an das sich(37)(34) der Selvrettazug anschliesst. Von(11) südlich, von(32) östlich liegt Constanz(38), an welches man die beiden Dreiecke des Zeller Sees und des Bodensees anschliesst, um das erstere mit(32), die Basis der letztern mit(35) zu verbinden. Westlich von(33) und nördlich von(c.) liegt das südwestliche Ende des Schweizer Jura. Die Verbindung(39)(32) bis zum Rhein bezeichnet das genannte Gebirge. Ein Drittel westlich von(10) treffen wir Breisach(40), westlich von(32) und südlich von(40) Basel(41). Die Rheinverbindungen zwischen diesen Orten werden hergestellt. In der Mitte, nördlich von(10), liegt Carlsruhe(42). Im Durchschnittspunkt nördlich von(42), westlich von(2) Mainz(43). Die Verbindung(40) bis(42)(43) bringt den Strom bis zum Nordende seiner oberen Ebene.

Von(43) fliesst der Rhein ein Viertel westlich nach Bingen(44), nimmt dann die Richtung nach D.(G. 52⁰. M. 24) und bleibt in Wesel(45) ebensoweit von dem angeführten D entfernt, als die Entfernung(43)(44) beträgt. Von(45) nach dem Hoek van Holland, einem Punkt, der auf dem 52. Parallel ebensoweit westlich vom 22. wie Wesel östlich vom 24. Meridian liegt, ist die letzte Hauptstromrichtung, in der der Namen Leck der vorherrschende ist.

Die hieran sich anschliessende Zeichnung der Nordseeküste hat es zuerst mit dem kleinen Stück südwestlich vom Hoek van Holland zu thun. In D.(P. 51° M. 200) liegt Dünkirchen(47). Die geradlinige Küstenstrecke(46)(47) ist durch die breiten und zahlreichen Rhein Maas Schelde Mündungen durchbrochen. Ein Drittel Vorsprung nach Westen Calais(48); dann süd- licher Zug bis über die Sommemündung, wo in dem D.(P. 50°0%M. 19⁰) Dieppe liegt.

Der folgende nordöstlich vom Hoek van Holland liegende Theil der Nordseeküste bietet dem geradlinigen Zeichnen grosse Schwierigkeiten, indem die an Steilküsten auftretenden Erhebungs- linien mangeln.

Die Mitte des Oblongs(46)(a) bildet Stavorn an der Südwestspitze von Westfriesland. Von dort westlich und ein Sechstel östlich vom 22. Meridian liegt der Helder(50), die Verbindungs- linie(50)(46) ist die Westküste Hollands. Zwei ostsüdöstliche Parallelen bis M. 23⁰ und M. 23 ½°0 von(50) und(49) aus geben die Nordküste von Nordholland und die Südküste von West- friesland. Die Südküste des Y und der Zuider See von Harlem(53) bis Harderwyk(54) liegt ein Viertel nördlich vom 52. Parallel. Eine zweifach rechtwinklige Verbindung geht von Harlem