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und südlich sowie je 2 ½ Reihen Oblonge westlich und östlich angelegt werden. So ist denn der Umfang des Kartenbildes derart, dass ausser dem deutschen Kaiserreich noch vollständig umfasst werden die zum ehemaligen deutschen Bund gehörigen Gebiete von Oesterreich, der niederländische, der belgische Staat und die Schweiz. Die ganze Potiefebene, das obere Seine-, das obere und mittlere Rhônegebiet, sowie das mittlere Weichselgebiet haben ebenfalls noch Platz gefunden.
Die Herstellung der Fluss- und Gebirgsausfüllung.
In den Vereinigungspunkt der vier Theilquadrate kommt die Stadt Eger(1), an den nächsten westlichen Durchschnittspunkt Schweinfurt(2), an den nächsten östlichen Prag(3). Ein Halb nördlich von Schweinfurt wird die Lage von Eisenach(4), ein Halb südlich von Prag die von Budweis(5) markirt. Es ist nun alsbald möglich, zu den Richtungen des Thüringer und Böhmer Waldes zu gelangen. In den Dritteln zwischen Eger und Schweinfurt werden die Main- durchgänge durch den 50. Parallel von Baireuth und Bamberg(6) und(7) bemerkt. Auf der Mitte zwischen Eger(1) und Baireuth(6) fasst das Fichtelgebirge(8) Position. In der Mitte von Budweis(5) und dem südlich gelegenen Durchschnittspunkt wird das südöstliche Ende(9) des Böhmerwaldes bezeichnet. Die geradlinige Verbindung von(4) und(8) liefert die Richtungslinie des Thüringer und Franken-Waldes sowie die von(8) und(9) die des Böhmer Waldes.(9) bleibt ein wichtiger Anknüpfungspunkt zur Zeichnung des östlichen Donaulaufes und der Sudeten,(4) für das Wesergebiet und die Nordwestspitze des mitteldeutschen Gebirgslandes.
Wenn man so weit gekommen ist, wird es schon möglich sein, in der Donaulinie die Trennung des Mittelgebirgslandes von der Alpenerhebung zu bewerkstelligen. Man beginne 48° nördl. Br. 26° östl. L. an der Donauquelle bei Donaueschingen(10), gehe bis zur Mitte östlich nach Sigmaringen(11), ziehe durch die Mitte südlich von(1) eine Parallele zu(1)—(8), Regensburg(12), Nabmündung(13) und verbinde(11) mit(13). Alsdann halbire man die Ent- fernung(9)— südlicher Durchschnittspunkt und bemerke Traunmündung(14). Die Verbindung (12)—(14) bringt die Donau nach Oberösterreich. Da wir uns jetzt dem Zusammenschluss der Donaulinie mit den Alpenlinien bei Wien nähern, so bringen wir zunächst die Hauptketten der Ostalpen auf die Karte. Südlich von Regensburg, Breite 47°, fixiren wir Dreiherrnspitz(15), ziehen im Parallel bis zum nächsten Meridian durch zur Perchau(16), nach links nur drei Viertel, so weit die Oetzthaler Alpen reichen bis zur Wildspitze(17). In der Mitte zwischen(15) und(16) ist der Ankogl(18), der Scheidepunkt der hohen von den kleinern Tauern. Genau östlich von(14) auf Meridian 34°wird der Kahlenberg stehen. Wenn man nun(18) mit(19) geradlinig ver- bindet, so ist dies der mittlere Endzug der norischen Alpen. Mitten zwischen(14) und(19) liegt das Donauknie von Mölk(20), nördlich davon und östlich von(9) das von Krems(21), von welch letzterm Punkt eine gerade Linie bis zum Durchschnitt des Parallel 48°mit dem Meridian 35° den Donaulauf bis zum Beginn(22) der Insel Schütt gibt.
Um nun zunächst Böhmen zu schliessen wird nördlich von(22) im 50. Parallel der Alt- vater(23) bezeichnet, von dort nach D.(M. 34⁰, P. 51⁰) Fürstenstein(24) bei Freiburg eine Linie- mit Unterbrechung in der Mitte, im Pass von Wartha(25), gezogen, hauptsächlich bestehend aus Eulen- und Reichensteiner Gebirge. Die Mitte zwischen(25) und(23), der nördlichste Punkt des Marchgebiets, wird verbunden mit(9) dem Pass von Kirschbaum, wodurch sowohl der Glatzer Kessel durch den Schneeberg als auch Böhmen durch den böhmisch-mährischen Landrücken


