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Nur die Bewohnerin der Bergbäche(Agrion virgo) findet ſich ſpärlich, alle andern Arten ven Libellen dagegene darunter auch ſeltnere, wie Libellula aenea, in reicher Zahll.— 1 11199
Außerdem iſt an allen möglichen Waſſerkäfern, von den großen Tauchern(DySeue und dem vo größeren Hydrophilus piceus herab bis zu den ganz kleinen Haliplus, Hydroporus, den floh⸗ großen Hydraena Arten u. a. m. großer Ueberfluß. Der Waſſerdreh⸗ oder Taumelkäfer(Gyrinus natator) iſt uͤberall auf den Waſſerſpiegeln der Gräben in Menge vorhanden. Auch Waſſerwanzen ſind ſtark vertreten, det Waſſerſcorpion(Nepa cinerea) ſehr gemein, ebenſo die gemeine Waſſerwanze (Naucoris cimicoides) und die ſchmale, Ranatra linearis, von denen oder von deren räuberiſchen Larven man mit jedem Hamenzug unter dem Ufergras der Gräben weg unter den maſſenhaft geſchöpften Dyticus-Arten und Limnaeus Schnecken immer einige Eremplare mit erhält. Rückenſchwimmer oder Bootwanzen(Notonecta) finden ſich ebenfalls) beſonders Not. s. Sigura striata, aeniger die große vie Not. glauca; ebenſo„Schlittſchühläufer“(Hydrometra lacustris) in Menge.
Von ſonſtigen Inſekten der Wormſer Rheinebene iſt im Allgemeinen zu bemerken, dag aner den Waſſerinſekten vorzugsweiſe allerlei Bienenarten und Wespen, ſodann Käfer vorwalten, ſowohl was die Zahl der Arten, als die der Individuen betrifft. In Maſſen zeigen ſich auf den Weiden⸗ blüthen gleich im erſten Frühling gemeine Blattſchneider(Anthophora centuncularis). Wie iich bemeerkt habe, überwintern ſie in den engen Windungen der zahlreichen, in Moos verſteckten leeren Schnecken⸗ häuſer(namentlich der Planorbis corneus), tief in's Innere verkrochen. Von einigen Dutzend durch Kinder geſammelten Schneckengehäuſen enthielt im Winter beinähart die„Halfir ſolche Bienen, ſdie ſich im warmen Zimmer von der Erſtarrung erholten..
An ſteilen Erd⸗ oder Sandwänden ſind überall zu bemsrken die in Löchern niſtenden Wandbienen (Centiis parietina); auch die kleine Sandbiene(Andrena flessac) kommt auf den Wegen in Wurm⸗ löchern vor, ſo in Maſſe, z. B.hauf dem Zugang zum Erercierplatz. Auch von den rothhaarigen, hinten ſchwarzen Buckel⸗ oder Wespenbienen(Dichroa. s. Nomada gibba, auch Sphecodes Reaum. und Proapis Deg.) finden ſich in manchen Jahren an Feldwegen und z. B. öfter in Hecken der Glanz⸗ lederfabriken, wie es ſcheint vom zuckerhaltigen Lack angelockt, ganze Mengen verſammelt. Auch’ graue Holz⸗ oder Mauerbienen(Xylocapa muraria), ſowie die große violette Holzbiene(Xyl. violacea) ſind hervorzuheben. Von Wespen, dem eigentlichen Wespengeſchlecht(Vespa), wie von denen der Sand⸗, Holz⸗, Raub⸗ und Blumenwespen ac.(Sphex, Ammophila, Philanthus etc.) und beſonders von der durch ihre Larven(Afterraupen) Drderbüichen Blatt⸗ oder Güerespenfamſhi Gere edonida) findet ſich die größte Mannigfaltigkeit. non n bnlm) an Auffallend iſt ſodann die Menge der Breuſen(Tabunus bovinus), welche üͤberall, an Pappel⸗ ſtämmen ſich ſonnend oder nach ihrer Entwicklung aus dem Raſenboden ruhig feſtſitzend, zu bemerken ſind.
Von Landwanzen ſind als überaus häufig die große graue(Cimex griseus), von der alle Zäune wimmeln und deren Eierpflaſter an den Alleen⸗Pappelſtämmen in Menge zu finden ſind, ſodann die Feuerwanze(Pyrrhocoris apterus) namentlich am Fuß der Linden in Alleen in reichen Geſell⸗ ſchaften zuſammen(auch um Darmſtadt in gleichem Grad häufig) hervorzuheben.
Ein eigenthümliches, maſſenhaft verbreitetes Schildlaus⸗Gebilde überzieht wie weißer Scharj die ziemlich glatte Rinde der Roſenkranz⸗ und Balſampappeln auf den Wieſen der„Bürgerweide“. In der Jugend iſt das Thier ſchmal, länglich, etwa wie Lattichſaamen anzuſehen, mit 3 Längsleiſten über den Körper, noch keine Linie lang. Als älteres Gebilde findet ſich darunter gemengt eine platte, wie eine Mytilusmuſchel geformte, vorn zugeſpitzte, weißliche Schuppe, vorn mit dunkler Spitze der Rinde feſtangedrückt, von Hanfkorngröße. Mit dem Nagel verrieben zeigt ſich ein reicher, ſtark färbender,
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