Aufsatz 
Naturgeschichtliche Beschreibung der Wormser Rheinebene / von L. Glaser
Entstehung
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ich einen von 14 Pfd. die Schleihe(C. tinca) der Brachſen(O. brama); vom GHaringüeiclech die ſehr anſehnliche Alſe oder der die Flüſſe hinaufſteigende ſogenannteMaifiſch(Clupea dlosa). n Von Grundeln(Schmerlen) findet ſich im ſteinigen Rheinbett die Bartgrundel(Cobitis barbatula), ſonſt beſonders in kleinen Bergbächen unter Steinen gewöhnlich, und in den thonſchlammigen, öfter ausgeworfenen Wieſengräben zuweilen, doch nicht ſtändig, der Schlammpeizger oder ſogenannte Wetter⸗ ſiſch(Cob. fossilis); ferner wie die erſtgenanute auch die Steinſchmerle(Cob. saxatilis). Der Hecht iſt eben kein ſeltener Raubfiſch und findet ſich oft in jungen Eremplaren in den kleinen Nebenwaſſern, wohin ſie den jungen Brutfiſchen und andrer Nahrung nachgehen. Von barſchartigen Stachelfloſſern iſt außer dem gemeinen, ſchönen Flußbarſch(Perca fluviatilis), der ſich nicht an's dinummum thnöhnt) a63 ſehr gewöhnlich der fleckige, häßliche Kaulbarſch(Acerina cernua) zu erwähnen. 3 n

Stichlinge(Gasterosteus aculeatus) gab es bis zum Jahr 1862 in den kleinen Rhein⸗ zAeban⸗ waffern ſehr zahlreich und zwar als Nuance mit breiten, dunkeln Querbinden Cähnlich Barſchen), während die oberheſſiſchen Quellenteich⸗ und Bachſtichlinge üben einfach dunkel, unten als W. einfach ſilbern, als M. rothbrüſtig ſind. Seit der über 8 Tage anhaltenden Februarfluth des genannten Jahres ſind ſie plötzlich vorerſt bis auf Weiteres verſchwunden, nämlich fortgeſchwemmt worden, und bis jetzt noch nicht wieder erſetzt. Im Jahr 1861 fing ich in einem breiten Graben nach derBütgerweide hin im Frühling davon ſehr große, herrlich ſpangrün und roth gefärbte Männchen und dunkel querbandirte Weibchen, von denen ich im Aquarium den Vorgang des Niſtens und Laichens, ſowie das Bewachen des Neſtes durch das Männchen beobachtete. Von der jungen Brut des Stichlings werden die aller⸗ meiſten Thierchen von einem mittelgroßen Tauchkäfer(Dyticus sulcatus), der ſich in erſtaunlicher Menge findet, ſowie auch von Taumelkäͤfein AGyrinus nutator), wie R ic im Aanatiuimn Eenietti hübe zu Grund gerichtet. n 8n 1*1567897 121 i 1411,91249) 124 M

Vom Querder oder der Uhle(Aubbesbees bränchialis), einem neinen Neunauge oder dem Prickenälchen, das ſich z. B. im ſandigen Modenbahe bei Dudenhofen zc. höchſt Uühnig findet, ſah ich hier noch nichts. 4 ah Von Amphibien der hitſgen Gewaͤſſer it. urher ieen überall ſonſt Shamfener ledere die grau⸗ oder ſchwarzbraune Knoblauchskröte(Bombina fusca) als ſehr gewöhnlich hervorzuheben. Von Tritonen oder Maſſermolchen(Salamandern) enthalten die Gräben den großen, ſchwarzen(Triton cristatus s. lacustris) und den kleinen, braungraufleckigen, mit geſtreiftem Kopf(Tr. taeniatus), der auch, zumal als W., im Spätſommer in Gartenerde) gefunden wird. Der mittlere(Tr. igneus), in den Seiten hellblau mit ſchwarzen Dupfen, unten feuerroth, kam mir hier noch nicht zu Geſicht; ich kenne ihn aus der oberen Lahngegend um Biedenkopf wo er, ſich im Frühling in Wieſengräben findet. Eidechſen ſind reicher vertreten, als in der Wetterau. Zu, den gewöhnlichen Arten kommt hier noch, (ähnlich wie jenſeits in der Bergſtraße höchſt zahlreich vorhanden), die überhaupt in Süddeutſchland lebende Mauereidechſe(Lacerta muralis), welche man an⸗ Erdwänden und Wingertsmauern auf⸗ und abſchießen ſieht. Sehr zahlreich iſt auch die grune, Eidechſe(C. viridis), von der man große, ſchöne Eremplare häufig zu ſehen bekommt. Doch betreten wir damit das trockene Land und erwähnen erſt noch die verſchiedenen niederen Waſſerthiere, von, denen namentlich nech Aünaehge Waſſ erinſekten hervorzuheben ſind. See a unqid.)

i Die vielen Gräben und Lachen mit ſtehendem Waſſer ſind wähee Bruſſtalten der hier ſo aäſiigen und verrufenenRheinſchnake oder Stechmücke, außerdem von Ephemeren oder Eintagsfliegen, Früh⸗ lings⸗ oder Köcherfliegen(Phryganea), Schlammfliegen oder Niren(Sialis) und Libellen aler Art.

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