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(rος ϑoοναε, ³), oder die dem Manne von den Verwandten der Frau geſtellt werden, bis die Mitgift bezahlt wird, kann hier eπονυννυœ oõſchon darum nicht haben, weil dieſer Sinn in gar keiner Beziehung zu dem unſerer Stelle ſteht. Viel⸗ leicht könnte man verſucht ſein, unter aouuνœrZ o die Güter zu verſtehen, welche die Vormünder angeblich zur Beſtreitung der Ernährungs⸗ und Erziehungskoſten*u) der Mündel verpfänden, um ſo möglichſt viel Geld zu machen. Dagegen läßt ſich aber einwenden, daß ſie letzteres jetzt nicht mehr nöthig haben, da ſie durch Anerkennung der Adoption ſich auch der αre ouol« zu bemächtigen hoffen, und daß dann dieſe Pfänder mit der Verpachtung nichts gemein hätten. Das Gleiche ſpricht auch gegen die Annahme, mit amonuuxi ſei das hypothekariſch angelegte Geld des Euktemon gemeint, das hier als Pupillarvermögen möglichſt ſicher ausgeliehen würde.“²) An die erlösten Gelder(§. 34) aber zu denken, verbietet onroloinνν(§. 35), und da wir es hier mit habſüchtigen Men⸗ ſchen und nicht mit gewiſſenhaften Vormündern zu thun haben, werden dieſe wohl ſchwer⸗ lich wieder herausgeben, was ſie einmal in Händen haben. Platner faßt douusuxi auf als die für die Adoptivkinder mit Beſchlag belegten Güter des Euktemoniſchen Ver⸗ mögens, die nicht im Beſitz der Vormünder, ſondern der Töchter geweſen ſeien. Aber ſelbſt die Richtigkeit dieſer geſuchten Erklärung von&‿ποαπνππνυνuυαœνςα zugeſtanden, läßt ſich doch ſchwer beweiſen, daß die Töchter etwas von dieſem fraglichen Vermögen des Euktemon beſeſſen haben; und ſchließlich wäre es bei dieſer Annahme ganz undenkbar, wie dieſes Ränke⸗ ſpiel hätte geheim bleiben können,“²) da doch dabei eine Beſchlagnahme und Anbringung von Pfandtafeln an den Gütern vorkam, die jene Töchter und deren Männer nach Platners An⸗ ſicht beſaßen. Wir werden alſo unſere Zuflucht zu den&‿πQ/Gνμρσσό τποοmιι⁴ιεσιασεει⁴) nehmen und darunter, wie die Worte zunächſt jeder unbefangene Leſer auffaſſen wird, die Hypotheken verſtehen müſſen, welche die Pächter der Mündelgüter zur Sicherung des einlaufenden Pachtzinſes zu beſtellen haben. Wer ſind aber die Pächter? Nach den klaren Worten des Iſaios niemand anders als die Vormünder ſelbſt. Nach römiſchen Rechts⸗ begriffen iſt allerdings ein ſolches Geſchäft zwiſchen tutor und pupillus unmöglich, weil beide als eine Perſoneinheit aufgefaßt werden. Wenn nun auch die Vormundſchaft*s) über Unmündige als legitima testamentaria und dativa bei Römern und Griechen faſt in gleicher Weiſe vorkommt und beide Völker überhaupt in familienrechtlicher Beziehung
*¹) Platner, Proceß und Klagen II. 278 ff.
2²) Platner, II. 280.
93)§. 37.&? d'ꝓ κααάφεν, demααde dραα oda.
*⁴) Pollux. 8(142) dmπτιιινακάηννα— oν ενποοννάνν ε rdε ³μασαασε.— Harpokrat. Ot 2Q ουμεν rde 10 6†ρασmην oOlxiæ πασοα oν‿ dοꝓνοντοο ᷣννοα vie uιυςσεσς naoPeixowro' ³⁶ειι Ʒϑε τν d́ovra anuνntuneu rurde dnortunourrous rd ee᷑xuoõO rd dreruda â dmortudusræ AAeyorro dmruuõ- uœra, olds sundueyo ει τ deέrεννυπσσα, dmnοruꝙrat, 16 ε οαeν doruudy ff.— Bölh, Staatshaush. d. Ath. I. 158. Corpus Inscript. Nr. 530— 597. αρισε⁴φeςν☛ι αυe& neSrlunux ie ασ⁴ 0sοα deνν ιεαν— Platner II. 282, 301.— Meier und Schömann, Attiſcher Proceß 295.— Her⸗ mann, griech. Alterth. III. 317 ff.
*⁵) Platner, Proceß und Klagen 278.— Marezoll Instit.§. 185 u. 186.


