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erhaltene Rede, in der die Diamartyrie des Androkles angegriffen wird, iſt vermuthlich von einem G̈οοσα geſprochen, nachdem ſich vielleicht Chaireſtratos wegen ſeiner Jugend ⁵⁴⁵) mit einigen kurzen Bemerkungen entſchuldigt hatte.
Aus dieſer Rede hat nun Bunſen ⁵⁴⁰⁵) mit großem Scharfſinne folgern zu können geglaubt, im attiſchen Erbrechte käme in der Reihenfolge der Erben der Vater nach den Deſcendenten. Seine Beweisführung iſt im Weſentlichen folgende. Da Androkles ¹²⁴) und ſeine Helfershelfer es bei Euktemon durchzuſetzen ſuchen, die Kinder der Alke zu legi— timiren, ſie als Adoptivſöhne des verſtorbenen Philoktemon und Ergamenes beim Archon anzugeben und Verpachtung der Güter als Waiſenvermögen zu beantragen: ſo folgt daraus, daß nach dem Tode der beiden Söhne, von denen wenigſtens der eine Philoktemon ganz un⸗ zweifelhaft einen eigenen Hausſtand hatte und Kriegsdienſte außerhalb Attika's“²) that, alſo auch wohl ſein eigenes Vermögen beſaß, dieſes auf den Vater ſich vererbt hat, auf den näch— ſten Aſcendenten mit Uebergehung der nächſten Collateralen, der noch lebenden Schweſtern und Schweſterſöhne; ³⁴) außerdem räume ja Iſaios ſelbſt ein, daß, wenn Philoktemon ohne Teſtament und Adoption geſtorben wäre und der*4m0 dem Euktemon gehörte, ein anderer Prozeß hätte angeſtrengt werden müſſen.
Soweit ſich der Beweis Bunſens auf die letzte Stelle ſtützt, iſt er offenbar mißlungen. In den früheren§§. 52— 55 wird die in der Diamartyrie abgegebene Erklärung widerlegt: Phil. habe entweder nicht teſtiren dürfen oder nicht teſtirt. Nachdem nun ſchon früher**) das Un⸗ wahrſcheinliche der einen Behauptung nachgewieſen und jetzt das Ableugnen des Teſtamentes in einer Diamartyrie lächerlich gemacht iſt, beſchwert ſich der Redner, daß die Gegner den Na⸗ men des Großvaters des Chaireſtratos jenem Alkekind mißbräuchlich beilegen; denn wenn Phi⸗ lokt. auch kein Teſtament hätte machen dürfen und die Erbſchaft„iſt“ dem Euktemon, ſo erben natürlich die Töchter und deren Kinder, da keine„*αιοο nach Iſaios' Meinung da ſind; die Güter des Euktemon kommen alſo in jedem Falle an die Familie des Phanoſtratus. Bun⸗ ſens Auffaſſung ⁵⁴) der Stelle, daß, wenn dem Philoktemon das Teſtiren nicht erlaubt ge⸗
5⁹)§. 60. T³ρα τοο dw. 6⁰) Bunsen, de jure hereditario Atheniensium disquis. philologica. Gotting. 1813. S. 21 ff. 4,, 2— 6¹)§. 35 und 36.OQocres ydo r Briuorx rοαμ—ν άeƷενera ond piooαν*α ⁶ ν vj lirne 5„ dvtoeτασαα dνrdᷣuᷣrovr, 2oανππννν omπ⁷ꝛ MαἈ⁷ll releuricæeros dxeluνοu, ατνν εαυσοατο ν oòl. Kal 14 — 2*—„ Tιονσσσ ἀνοꝓσνοα τ απde oντ τππσς τν doxovra d lorou oe odν Eöeriuoroe „ 3 2, 22, ule νν τντει‿εννπινννηďσε, επυνοdννeνπνε ooα dντονς εμeσνινταονν, zœ uιεονον εέↄπ⁷‿ᷣdeννòeν dσνοre 2 2—. 100 olxouνα α|ς☛ĩomsPupæνο ν νπ̈υν αν έσπ⁷èë στοιmτ³ιν ⁶σeφάιηαασαιντἀᷣ ue μυινιωιςαεε zije ouiας, 13 d⁵ 2 7„.„ 2 5 amοruus υᷣre uraoradeir za dοα εεεπνν Ʒευνντοsε ντ oν Eöxriuros, uεαςατ σεαάοι(d αστον) Yerαμensο τ⁴ε οοοσουνα udeoievy. 6²)§. 5 und 27. 4„ 5. 7 2 2„ 6a)§. 56. Hdyroν uddre dy'aridat œoruν dεέoν, orar oio uraxodνα τ⁷õTSὐlibr riuoroe 227— 8« 2.—*„ n— 0„6,⁴μάσσννιτι του⁴ν md. El„do, sᷣ οbτo επmQ]31, 16 uεr Tiloxriuννα μν õJιν dααναέισαα oν Eorrhuoyds oruo eli, 3 Jexα d„ Frrn* ν ταeς 2ei ouyæréoa 0 1½ν 7, 8 71 ,0) x. 700, 7101ε00 O*εαααοιιέοι 701 uuν*. 7Oν 4 v Tœg Mnnon v 6 8, —. 2 9, uοdoνονeνυυνι ouααν vpoias zar Jue odς εν oν eεονras* rο⁴ει ⁶εέν νααοασπσκπνοντισα£ς. 64) Vgl.§. 9. 6⁵) Vgl.§. 30.


