5 ſo zu ſagen auf.¹*²) Auch die Art der Beweisführung bei Lyſias ſteht dem ſtrengen Syllogismus näher als die des Iſaios.R**⁴)
Als gewaltiger und geſchickter Redner ſoll dieſer oft die Richter überliſtet ⁰*), bei ſeinen Zeitgenoſſen im Rufe der voyrefce vcœl ινἀά̈̈, ⁴⁶) Gaukelei und Betrug, ge⸗ ſtanden und auch auf Demoſthenes ⁵²*) dieſe gefährliche Eigenſchaft übertragen haben. Beide, Iſaios und Demoſthenes, wichen nicht ſelten, ſo meint unſer Gewährsmann Dionys, von der Wahrheit und Gerechtigkeit bei der geſchickten und wohldurchdachten Behandlung des Gegenſtandes ab; Lyſias und Iſokrates dagegen ſeien durchaus wahr⸗ heitsliebend.“) Ja Dionys geht in Bezug auf Iſaios ſo weit, daß er behauptet, Lyſias würde man ſogar eine Unwahrheit glauben, Iſaios errege bei der gerechteſten Sache den Verdacht der Verdrehung.¹**) Inwieweit dieſe Vorwürfe gerecht ſind und Iſaios vor allen andern Rednern dieſe beſonders verdient, kann hier, wo es ſich nicht um die eingehendſten Studien über Iſaios Leben oder gar um deſſen Ehrenrettung handelt, nicht entſchieden werden; daß er aber die faſt von allen attiſchen nicht nur, ſondern auch römiſchen und neueren Rednern beliebte Art, den Gegner möglichſt zu ſchädigen,“¹) um der vertretenen Sache zum Siege zu verhelfen, in hohem Grade beſeſſen hat, werden wir unten ſehen. Uebrigens läßt der Kritiker in ſeinem zuſammenfaſſenden Schlußurtheil unſerem Redner das gebührende Recht widerfahren.*¹) Lyſias ſucht hiernach durchaus einfach, natür⸗ lich und wahr in Wort- und Satzverbindungen, in Anordnung und Darſtellung des Stoffes zu ſein; ſein Vortrag iſt lieblich, ſtellt das genus tenue in der alten attiſchen Beredſamkeit dar und ſteht in der&rαeναανοο 6τυνιοσινκ oben an.*²) IJſokrates iſt der größte der Epideiktiker oder Panegyriker wegen ſeines pomphaften und ſchwungvollen Stils und der wohl klingenden Perioden.““) Die 3. Stelle aber unter den älteren Rednern ge⸗ bührt Iſaios, weil er es verſtand, die Klarheit und Genauigkeit des Lyſias mit den
3a) Dion.§. 16. adεe τεᷣ ν⁴έον να dϑιεαα oνεᷣνν τα οένναa x πα νση, z0e d½ rodyuxσmν undo d 6 16yo α πασν³⁸ς πέιαεέισ Ʒννεπ.
³4⁴) Bei Lyſias das ν‿υνμuα demπιοςεινεενοσες, bei Iſ. nrietowua, vgl. Aristot. rhet. I. S. 3,18. 6,31. 9,23. und II. lib. Quintilian. V. 10. Plut. Mor. p. 951 A. 855 F. Hermogen. d. inv. 3. Plat. Gorgias p. 502,13.
³⁵) Dion.§. 3. 1005 ½ dααααae æraoroæryyi.
³6) Dion.§. 16, 26. 2⸗xα*νπαηντ ασmάναν*ς ndvra al usueerevuere rode dmdrin aade rad œαeασιυνρꝙνεασ vgl. Müller Lit. Geſch. S. 336. næνuoyta und Cäcilius über xiμναa* diαοda.
21) Dion. 4. rexras dsœtriorac.
as) Dion.§. 4. o? εν lOαou e a uuο⁵εeνον deνοο— dnorror Ʒvνdd εiva iõe noldje 2mi- 1*νοσεσι Lyεr. ol*& IooοxdHdοε xœ uolouν ντς ud³οe diναo e an d*ν˙eε.
³) Dion.§. 16. 1 1ε᷑νν Ʒ⅜φƷ⁴ohᷣ τ—εv evri nσιεννντ εϑι νανιν ν ννν Tœν rowias n000 eu.
¹⁰) Dion.§. 3. α ϑασmOοννεειεται τςς τ⅔ιν oντένοιαόν
41¹) Dion. 18.— d11 u dvet Auotas ue ir A2ueεα ϑ‿κνν uνdον, Toαοs dε i reremn a 6 10 groxdεοαναν 700 Taονντνν, 6& 105 Jeενννεες.§. 3. 60 dmπeεᷣmπνεta ryj Tdoros xεννε, r00ον νmπνακοερννκ dενοte ije zœranxeuis.
4²) Dion.§. 20. Lyſias iſt d. dνενν ννοο.
4³)o) Dion.§. 19.


