Aufsatz 
Bemerkungen zu einigen Reden des Isaios
Entstehung
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Lyſias durchaus einfach, a*‿ν εl ⁶,²¹) iſt in Wort und Satzverbindungen und äußerſt ſpar⸗ ſam in Anwendung der Redefiguren,²) liebt Iſaios das Gekünſtelte, 4εειεον ³) und des Gε‿.ιμνεεοον αόαααννονενε⁴⁴) hochtrabende Worte. Lyſias Rede fließet ruhig dahin; die des Iſaios drängt ſich bald in konciſe Sätze zuſammen, bald wird ſie kühn und ver⸗ wickelt ſich in künſtlich verſchlungenen Perioden.¹*) Lyſias hatte den ſophiſtiſchen Apparat abgelegt und war zur Natürlichkeit zurückgekehrt; Iſaios verſchmäht weder das αιέι ²⁶) die Wortfiguren, ſoweit ſie zum Tone ſeines Vortrages ſtimmen, noch die Jſokratiſche Periode, denöxloc, oder den ganzen Schatz der Gedankenfiguren: ²*) des Polyptoton der Klimax, Apoſiopeſis, Eperoteſis,**) Aporia, Epidiorthoſis und Metanoia, Anthypophora und Anaklaſis. Lyſias läßt ſeine Redner in der ihrem Lebensalter und ihren Lebensverhält⸗ niſſen entſprechenden Weiſe auftreten und iſt deßhalb 6 ²*) und durch ſeineο-roic einzig; bei Iſaios ſpricht der 701ντſgerade ſo gekünſtelt(αιαοανέανιαισο) und fein ausgearbeitet, wie der Rhetoriker ſelbſt.

Dieſer Verſchiedenheit in der 76½ ε*°) entſpricht die in der Behandlung des Gegen⸗ ſtandes, im zaoauryo oder 15/ro πουσαηνασακ☚ιπο.²¹) Iſaios weiß auf äußerſt geſchickte Weiſe den Gegenſtand, den eigentlichen Sachverhalt in ſeinen duννα bald Gνανν&μπ, kurz und knapp, bald umſtändlich(erνννκιντ⁷) und paſſend vertheilt(œ εοι Ʒια‿s 9.*οꝓ) darzuſtellen, und ebenſo drängt er die Zeugenbeweiſe(riozeic) hier zuſammen, um die Deutlichkeit nicht zu ſtören, dort bringt er ſie mehr gelegentlich vertheilt bei den einzelnen Hauptpunkten an; Lyſias' Erzählung iſt,wie es Natur und Wahrheit mit ſich bringt, einfach nnd chronologiſch geordnet und gerade durch dieſe Natürlichkeit ein Meiſter⸗ ſtück.*²) Auf dieſe Weiſe nehmen ſich oft die Thatſachen im Munde des Iſaios anders aus als ſie in Wirklichkeit ſind: ſie erſcheinen bald größer, bald kleiner, der Redner hilft ihnen

²¹) Dion.§. 3.

²²) Dion.§. 12. dονασmesos at vœd uνᷣ σανεμιοααν τυνυννοοατνιν να erd 2ουmινινιννα oxyudrονy.

²³) Dion.§. 7.

²4) Dion.§. 9.

²⁵) Vgl. die Ausdrücke dα‿ᷣναeend, duατοοmσρ, rοασναναeινυνᷣνομmντα˖, dyxε.

²) Müller, Literaturgeſch. S. 321, 335, 336, 376 die oxwuara zije Ieεeος: L0⁶νυκ‿α, ndοςσα, ouoreleura Traοονιιαηασα, τπιαινιπmωέιι.

27) Pſeudo⸗Plut.(Reiske 302): Iſ. habe das axyuœcten angefangen.

²⁸) Vgl. a. Demoſth. 3. Olymp. Rede.

²⁰) Aristotel. rhet. 3. 7. Gegenſatz mαννπνυκ. Dion.§. 11 doxeεrumör ruα να r* dαmν⁷σινέαες. Vgl. duνrogues, und die Beiſpiele in§. 5 u. ff.

³⁰) Vgl. Blaß, Geſch. d. B. 1670 145νας und roœανyuæriwds.

³¹) Dion.§. 14. GQκωςm αά mπιςσ τἀινν ꝙQνρααάηꝓ[άꝶνακν ν Ʒτι Ʒ‿ιυυέτεμςραε εασeτσνιoioνοαα 1uiu εdοus rodc Gyous ²a d uεον ατeνν να ε⁶εeν εεον νωνν rj rer», Jj usrd radòra nold muoεν*νς xονααστο, Soudou ea rds unto oνeν αιeσeέςœ mQ⁷Qꝝxďε.

³²¹) Dion.§. 17. adrd roëro dyvod öre ris rexu⁴s νμυμνiαασονσσα τνꝙφoοłπ ⁸a: urνyνασro

oxον.