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Der wahrſcheinliche Fehler beläuft ſich demnach auf: 4,6 5,2 5,0 3,2 5,2 4,4 5,3 4,1 6,0 5,2 3,7 4,8 13,7.
Die Mittelwerte(Reihe 115) haben den gleichen Jahresverlauf wie die für die ganze Provinz Heſſen⸗Naſſau ermittelten Werte. Doch muß die ſich ergebende verhältnismäßig hohe Jahresſumme von 715 mm auffallen, wenn man ſie mit der von Hellmann für Weilburg angenommenen Jahresſumme(686 mm) vergleicht. Die letztere Summe iſt allerdings nur als Mittel aus zehnjährigen Be— obachtungen gewonnen und ſtimmt mit unſerer unkorrigierten Weilburger Niederſchlagsſumme(684 mm) gut überein. Betrachtet man jedoch die Hellmannſche Regenkarte, ſo bemerkt man, daß ſich nordweſtlich von Weilburg vom öſtlichen Weſterwalde her eine 700 mm⸗Nieder⸗ ſchlagszunge nach der Gegend des hohen öſtlichen Taunus hin vorſchiebt, plötzlich aber vor der Lahn, d. h. vor Weilburg Halt macht. Die entſprechende 700 mm⸗Niederſchlagszunge, die vom weſtlichen Weſter⸗ walde ſüdwärts in der Richtung auf den höheren weſtlichen Taunus geht, überſchreitet dagegen die Lahn zwiſchen Ems und Diez. Nimmt man nun die korrigierten Weilburger Zahlen als richtig an, ſo würde auch die erſtere 700 mm⸗Zunge die Lahn überſchreiten. Dies würde aber der Geländebeſchaffenheit beſſer entſprechen, denn zwiſchen den Becken von Coblenz⸗Oberlahnſtein, von Limburg und von Wetzlar⸗Gießen iſt das Lahntal zwiſchen Ems und Diez und bei Weilburg weſentlich enger. Hier ſind ganz deutlich Plateau-Brücken geſchlagen von den vom weſtlichen und öſtlichen Weſterwald ſich auf beiden Seiten der Limburger Senke vorſtreckenden Höhen nach den beiden höchſten Er⸗ hebungen im weſtlichen und öſtlichen Taunus, ſodaß das Lahntal meiſt ganz ſchmal, ſtellenweiſe ſchluchtartig eingeſchnitten iſt. Die 700 mm⸗Zunge bei Weilburg würde dann auch nicht ſo ſchroff vor der Lahn abbrechen, und die korrigierte Niederſchlagsmenge ſtimmte eher überein mit der des nur eine Stunde entfernten, allerdings höher gelegenen Ortes Merenberg. Eine ſolche Brücke zeigt ſich auf der Karte von Heſſen-Naſſau übrigens auch bei Gelnhauſen-Orb. Es erſcheint daher wohl erlaubt an den höheren Niederſchlagszahlen für Weilburg feſt zu halten.
Die Zahl der Tage mit mindeſtens 0,1 mm Niederſchlag iſt aus den in den„Veröffentlichungen uſw.“ abgedruckten Zahlen berechnet, alſo nur für 95— 06. Die ganze 20jährige Weilburger Periode iſt nicht berückſichtigt, weil noch eine andre Auszählung der Tage mit leichten, mäßigen uſw. Niederſchlägen durchgeführt worden iſt, die ſich auf die volle Beobachtungsperiode erſtreckt. Aus dem gleichen Grunde gelten auch die Mittelzahlen für die Tage mit mindeſtens 1,0 mm Niederſchlag nur für die Periode 1894— 1906. Die 20jährigen Mittel der Tage mit mindeſtens 0,2 mm Niederſchlag konnten dagegen auf die Periode 1883— 1906 reduziert werden, denn für dieſe ſind die jährlichen Werte in den„Veröffentlichungen uſw.“ auch für Marburg abgedruckt.
Die Reduktion geſchah nach der Formel:
An= Am+ Nn— Nm


