„Die Stadt Weilburg(geograph. Länge 50⁰27“; geograph. Breite 8⁰16) liegt in einer der anmutigſten Gegenden des Lahntales auf einem von der Lahn inſelartig umfloſſenen Bergvorſprung und iſt rings um von höheren, faſt durchweg mit Wald beſtandenen Bergen und Plateaus umgeben.“
Stationsverhältniſſe.
Regelmäßige Witterungsbeobachtungen ſind in Weilburg von Januar 1887 bis Ende Juni 1904 vom Oberlehrer am Königl. Gymnaſium, Prof. Dr. Weis, ſeitdem vom Verfaſſer angeſtellt worden.
Die meteorologiſche Station befand ſich vom Januar 1887 bis April 1891 in dem neuerbauten Stadtteile, der ſich im Südoſten der enggebauten Altſtadt in der Verlängerung des erwähnten Bergvor⸗ ſprunges zu beiden Seiten der ſteil aufwärts gehenden Frankfurter⸗ ſtraße erſtreckt(Frankfurterſtraße 10, Meereshöhe 165 m). Die Thermometer(ein Kontrollthermometer und 2 Extremthermometer von Fueß) befanden ſich in einem Jalouſiegehäuſe mit beſonderem verſtell⸗ baren Schutzblech, an einem Fenſter der Nordnordoſtſeite des Gebäudes 2,5 m über dem Boden. Ein Hellmann'ſcher Regenmeſſer(Modell 86, Auffangfläche 200 qom) befand ſich im Garten, die Aufſangfläche 1,1 m über dem Boden.
Vom Mai 1891 bis Juni 1893 befand ſich die Station in dem auf dem rechten Lahnufer erbauten neueren Stadtteil in der Nähe des Bahnhofes(Wilhelmſtraße 1, Meereshöhe 150 m). Die Thermo⸗ meter befanden ſich in demſelben Jalouſiegehäuſe an der Nordſeite des Hauſes in freier Lage 5,1 m über dem Boden. An der Nordweſt⸗ ſeite war eine Reſerveaufſtellung angebracht. Der Regenmeſſer befand ſich im Garten in guter Aufſtellung, die Auffangfläche 1 m über dem Boden.
Vom Juli 1893 bis Juli 1904 befand ſich die Station in dem neueren Stadtteil, der im Nordoſten der Altſtadt liegt und ſich an dem rechten Lahnufer zum Teil ziemlich ſteil hinaufzieht, ganz frei gelegen(Limburger ſtraße 25, Meereshöhe 163 m). Die Thermometer waren in einer kleinen engliſchen Hütte in 2 m Höhe über dem Erdboden auf einem ebenen, nicht ſehr geräumigen Platze an der Rückſeite des Hauſes angebracht. Die Hütte war von dem aus Bruchſteinen erbauten 2 Stockwerk hohen Hauſe nur 4 m entfernt, ſodaß man eine Beeinfluſſung der Thermometerangaben durch Rück⸗ ſtrahlung annehmen muß. Unweit der Thermometerhütte, jedoch 7 m
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