Aufsatz 
Peter von Amiens : ein Bild aus dem ersten Kreuzzuge / vom ... Heinrich Franz
Entstehung
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19. April. Wine Anweisung zur Ausführung der Laufübungen beim Turnunterricht wird in Abschrift mit- geteilt.

24. April. Ein Druckexemplar derOrdnung der praktischen Ausbildung der Kandidaten für das Lehramt an höheren Schulen wird übersandt und mitgeteilt, dass neben dem in Cassel bestehenden päda- gogischen Seminar ein zweites Seminar am Gymnasium zu Wiesbaden eingerichtet ist.

1. Mai. Zur Einführung der Normalstimmung sind die etwa noch fehlenden geprüften Stimmgabeln alsbald bei der Firma Warmbrunn, Quilitz& Co. oder dem Mechaniker Heele in Berlin zu bestellen.

6. Mai. Mitteilung, dass der Minister der geistlichen p. p. Angelegenheiten dem ordentlichen Lehrer Dr. Krickau den Oberlehrertitel verliehen hat.

12. Mai. Ubersendung einer Abschrift des Allerhöchsten Erlasses vom 17. März betreffend die Stiftung eines neuen Ehrenzeichens unter dem NamenAllgemeines Ehrenzeichen in Gold und Mitteilung der Vorschriften über die formelle Behandlung der Vorschläge zur Verleihung von Orden und Ehrenzeichen.

16. Juni. Auf den Nutzen einer massvollen Verwendung des Zeichnens für den Unterricht wird aufmerk- sam gemacht.

17. Septemher Es wird angeordnet, dass am 1. Dezember anlässlich der Volkszählung der Unterricht ausfalle.

20. September. Bei Gesuchen um Gestattung des Ubertritts von Schülern preussischer höherer Lehran- stalten an nicht preussische Schulen sind die geltend gemachten Gründe einer sorgfältigen Prüfung zu unterzichen.

24. September. Bei dem Ankaufe von Büchern, Karten pp. ist der allgemein übliche Rabatt in Anspruch zu nehmen und bis auf weiteres an der Forderung des bisher von den Sortimentsbuchhandlungen gewährten Rabatts von 10% festzuhalten. Ein auschliesslicher Bezug von Buchhändler-Erzeugnissen vom Ortsbuchhandel kann den höheren Lehranstalten nicht vorgeschrieben werden.

3. October. Mitteilung, dass der Elementarlehrer Jung zu einem halbjährigen Kursus in der Königlichen Turnlehrerbildungsanstalt zugelassen sei.

6. October. Auch die nicht im Tauschverkehr stehenden Schulanstalten, welche wissenschaftliche Abhand- lungen als Programmbeilagen herausgeben, haben in den betr. Fällen jedesmal ein Exemplar an die Königliche Bibliothek in Berlin einzusenden.

14. October. Mitteilung der Bestimmungen über das bei Reisen Sr. Majestät des Kaisers und Königs und anderer Fürstlicher Personen innezuhaltende Verfahren.

16. October. Aus Anlass des 90 jährigen Geburtstags des General-Feldmarschalls Grafen von Moltke wird für den 25. October die Aussetzung des Unterrichts und eine entsprechende Schulfeier angeordnet.

25. November. Mitteilung derGrundsätze für die Reinigung und Aufrechterhaltung der Sauberkeit an den dem Königl. Provinzial-Schulkollegium unterstehenden höheren Schulen.

28. November. Mitteilung eines Allerhöchsten Erlasses, durch welchen bestimmt wird, dass am 1. Dezember aus Anlass der 250jährigen Wiederkehr des Tages des Regierungsantritts weiland des Grossen Kurfürsten die öffentlichen Gebäude beflaggt werden.

23. Dezember. Ein Exemplar der neuesten Auflage derGeschichte des deutschen Volkes von David Müller wird der Schülerbibliothek als Geschenk überwiesen.

30. Dezember. Die Choralmelodien sind nach dem Choralbuch oder Melodienbuch zum Evangelischen Kirchen- gesangbuch für den Consistorialbezirk Cassel einzuüben.

5. Januar. Orgeln oder Klaviere, welche nicht die Normalstimmung haben, sind als Begleitinstrumente beim Gesangunterricht nicht zu benutzen.

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III. Chronik der Schule.

Das neue Schuljahr begann am 14. April mit der Aufnahmeprüfung. Am Nachmittag desselben Tages wurden nach einer gemeinsamen Aundacht die neuaufgenommenen Schüler mit der Schulordnung be- kannt gemacht und zur gewissenhaften Befolgung derselben verpflichtet. Im Anschluss daran fand die Ein- führung der in das Kollegium neu eintretenden Lehrer, des wissenschaftlichen Hülfslehrers Dr. FEriedrich Blencke und des Elementar- und Zeichenlehrers Qtto Jung statt. Uber ihren bisherigen Lebensgang sei hier folgendes mitgetheilt:

Dr. Friedrich Blencke, geboren 1863 zu Neuwied, erhielt seine Vorbildung auf dem Gymna- sium seiner Vaterstadt, studierte von Ostern 1884 ab in Bonn, Berlin und Strassburg Mathematik und Natur-