Aufsatz 
Staats-, Wirtschafts- und Sozialpolitik auf höheren Lehranstalten : ein Entwurf / von Karl Fischer
Entstehung
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Monarchisten sind alle übrigen Philosophen, Staatsrechtslehrer, Staatsmänner und Politiker, die in der Wissenschaft und Praxis irgendwie eine Stellung innehaben, wie Kant, Fichte, Schelling, Hegel; W. v. Humboldt, Stein, Hardenberg, Burke, die Pitt, Pütter, Möser, die beiden Moser, Achenwall, Gentz, Johs. Müller, Savigny, Niebuhr, B. Constant, zZacharià, Mohl, Toqueville, Waitz, Gneist u. s. f.

DieWissenschaft fordert also nicht die Republik, wie die Sozialdemokraten behaupten, sondern die konstitutionelle Monarchie für alle grölseren Kulturstaaten; dabei macht sie geltend, daſs sich eins nicht für alle schicke, und dafs Länder wie die Schweiz und Amerika, sowie Frankreich unter besonderen Verhältnissen sich zu Republiken entwickelt bzw. zu ihnen gemacht worden sind. Bezüg- lich Frankreichs lehnt es die Wissenschaft entschieden ab, durch die noch bestehende Thatsache der Republik sich in ihrer Theorie be- stimmen zu lassen. Selbst wenn aber auch die Wissenschaft lehren

sollte wie sie es nicht thut daſs die Republik die beste Staatsform sei, so mülste sie nach dem was diesbezüglich von- ihr zu Tage gefördert ist eine Republik fordern, die nicht minder

weit von der sozialdemokratischen Republik entfernt wäre wie die konstitutionelle Monarchie.

Was lehrt denn die Wissenschaft von den bezüglichen that- sächlichen Vorgängen, also die Geschichte?

Die orientalische und ägyptische Geschichte kennt, wie bemerkt, nur Monarchie, oder Priesterstaaten bzw. Theokratien.

Die älteste antike Geschichte kennt ebenfalls nur ein König- tum, das allmählich von der Aristokratie beseitigt wurde: in Athen durch Lob, in Rom durch Tadel, in Sparta durch eigentümliche Umstände.

Einige Dauer haben überall nur aristokratische Republiken ge- habt, demokratische nur solange, als ein hervorragender Mann sie leitete. Wer überhaupt etwas weils, weils auch dies. In der ganzen mittleren und neueren Geschichte giebt es auch keine dauernden Republiken, aulser den genannten. Als die Urkantone sich 1291 zur Aufrechterhaltung ihrer Freiheit gegen das Haus Habsburg zu- sammenschlossen, dachten sie an nichts weniger als an eine Repu- plik; sie erstrebten vielmehr nur ihre Freiheit von Habsburg durch Reichsunmittelbarkeit; dals diese sich für die Schweizer allmählich zur Republik gestaltete, ist richtig, beweist aber gar nichts für