Aufsatz 
Festschrift zu der am 7. Januar 1897 stattfindenden Einweihung des Goethe-Gymnasiums in Frankfurt/M., hrsg. v. Lehrerkollegium
Entstehung
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(E.) àv(LXX)= tamquam(Nulg.)

2. Mach. 7, 12 ‚quod tamquam nihilum(y obdev!) duceret cruciatus=(Luther:) ‚daß er die Marter so gar nichts achtete; zu vergl. 2. Mach. 4, 15 ‚patrios honores nihil(y obvi) habentes.

(F.) v(LXX)= casus(Nulg.)

Sap. 14, 11 ‚y vrlaatt 5 sie BeNopa sv ay= als Schöpfung Gottes wurden sie ein Greuel; Luther hat ganz sinngemäß: ‚sie sind aus der Kreatur Gottes zum Greuel geworden=creaturae dei in odium factae sunt.

I. sv(LXX)= in c. acc.(Vulg.)

Sir. 20, 9;est processio in malis viro indisciplinato et est inventio in detri- mentum= ‚es schlägt Gedeihen einem Ungebildeten als iibel aus undh ein Fund wird für ihn einem Schaden gleich:.

Sir. 26, 21 ‚mulieris bonae species in ornamentum domus eius= nur einer guten Frauen Schönheit list] als Zierde ihres Hauses[zu betrachten].

Dieses Beispiel mag die Überleitung bilden zu jener dem vor- und nachklassischen Latein völlig fremden, aber auch von Hieronymus zugelassenen oder beibehaltenen Struktur, wonach zin mit Akkusativ oder Ablativ bei ‚esse, fieri u. a. das aus- drückt, als was Einer existiert, als was er auftritt als was etwas erscheint, als was es sich zeigt. Das mag zum Teil mit auf dem Bestreben beruhen, früher durch Kasus allein damit gebildete Ausdrücke und Redensarten in ihrem Bestande wenigstens so weit zu erhalten, daß der absterbende Kasus durch präpositionale Verhältnisse innerhalb ihrer ersetzt wurde. Allein diese mit in' gebildeten Redensarten sind einerseits selbst so frisch und lebenskräftig, andererseits in dem, was sie sagen wollen, so verschieden von ähnlichen früher gebrauchten, daß wir sie zum großen Teil gar nicht mit ihnen zusammenstellen können, wenigstens nicht in den Fällen, wo das hinter ‚in: stehende Substantiv ein Personenname oder das Aquivalent eines solchen ist. Aus filius patri est laudi' konnte wohl ein- mal werden, filius patri est in laudemt, aber im eigentlichen Latein nicht ,filius patri est in laudatoremt Man kann sich vorstellen, daß schließlich einmal gesagt wurde:Caium in regem faciot anstatt ‚Caium regem faciot, aber man kann sich nicht