Aufsatz 
Festschrift zu der am 7. Januar 1897 stattfindenden Einweihung des Goethe-Gymnasiums in Frankfurt/M., hrsg. v. Lehrerkollegium
Entstehung
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dessen Vorstellung ebenso, wie von dem Lichte, das er ist (1 Jo. 1,5: deus lux est,.) alles Sinnliche auszuschliessen ist. Ist es aber hier ,die Feuerseite seiner Herrlichkeit, in welcher er erscheint', so wird er auch schon anderswo in ihr erschienen sein. Dann werden aber auch Stellen wie ExXod. 3, 2, und zwar zunächst das väjjeraã mäl'häk jhvh helav beläbbàt hes anders aufgefaßt werden müssen, als es neuere Übersetzer thun; denn wenn dieses die LXX wiedergeben durch φρ e ε αοτᷣ νμαeπνννινο Kuplov sv οριν mτςααασ. Hieronymus durch apparuitque ei Dominus in flamma ignis, so haben wir ein Recht zu übersetzen: und es erschien ihm der Engel des Herrn als Feuerflamme. Nach dem Obenstehenden konnte dann der Dornbusch allerdings nicht brennen, und brauchte es auch nicht: er war nur die Stätte, in deren Bereich sich jene Erscheinung zeigte und vollzog. Dementsprechend hat nun auch Hieronymus im Folgenden das Richtige getroffen, wenn er zwar nicht wörtlich, aber doch ganz sinngemäß das folgende ‚häßonae bo'her ba'hes: übersetzt mit ‚quod rubus arderet, daß der Busch in Flammen stand', während die LXX durch ör. y Bärog zaletat ol(daß d. B. durch Feuer gebrannt ward) den Vorgang auf das sinnliche Gebiet über- tragen und nun die Wirkung der Erscheinung auf ihre Stätte zum Wunder machen, während es doch die Erscheinung selber ist. Ich würde nicht anstehen zu übersetzen, ,daß der Busch als Feuer brannte; denn nachdem der Engel des Herrn sich einmal ‚als Feuerflamme auf ihn niedergelassen hatte, mußte es der Busch sein, den Moses ‚als Feuer erblickte. Ich brauche hier nicht weiter auszuführen, von wie hohem praktischem Werte für Glauben und Lehre ein Zurückgehen auf den Urtext auch in solchen anscheinenden Kleinig- keiten ist. Luthers Übersetzung kann wenigstens in dem vorgetragenen Sinne gedeutet werden Gerschien in einer feurigen Flamme und ,daß der Busch mit Feuer brannte*). Ostervalds Übersetzung dagegen verfährt in dem ersten Satze so grobsinn- lich: ‚apparut dans une flamme de feu', daß auch der zweite Satz nicht anders aufgefaßt werden kann:le buisson était tout en feut.

Ich könnte diesen Beispielen noch viele anders geartete in der gleichen Richtung anschließen, um zu beweisen, mit welcher