Aufsatz 
Festschrift zu der am 7. Januar 1897 stattfindenden Einweihung des Goethe-Gymnasiums in Frankfurt/M., hrsg. v. Lehrerkollegium
Entstehung
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3. weil die LXX im Anschluß an das Hebräische das Adjektiv gern durch Substantiv mit Präposition umschreiben(s. S. 157). Das mußten sie auch hier thun, wenn sie nicht schreiben wollten dds Egxsrat: was doch wohl wieder sprachlich unstatthaft gewesen wäre während 6. 8. eine Vergleichung eingeführt hätte, die auch vermieden werden mußte. Ein ähnliches Be- denken leitete wohl auch Hieronymus, daß er weder schrieb: sicut fortis veniet' noch bloß: fortis v. was auch sehr matt gewesen wäre; zin forti v. konnte er wegen des beschränkten Umfanges der Substantivierungen gleichfalls nicht schreiben: außerdem würde forti' dabei nach der Analogie von iin facili u. dgl. haben als Neutrum und die ganze Redensart als Adverb aufgefaßt werden können was dem Gedanken eine ganz schiefe Wendung gegeben hätte. So blieb ihm, um dem hebr. Gedanken und dessen Ausdruck gerecht zu werden, nur ‚in fortitudine übrig, wobei ihm der konkrete Gebrauch solcher Abstrakta im Lateinischen gut zu Statten kam(S. S. 154). Ostervald übersetzt mit ganz anderer Auffassung desbêét', aber doch wenigstens mit deutlicher Sub- stantivierung ‚viendra contre l'homme puissant. Mit anderer Auffassung desbèêt könnte es französisch nur heißen:.viendra en homme puissant Stephanus hat wenigstens: ‚viendra en forcet.

Hieronymus stellt sogar ein ‚in wieder her, wo es die vor- hieronymianische Ubersetzung, wohl im Anschluß an die durch den Parallelismus verleiteten LXX, durchsicut ausgedrückt hatte. So zitiert Cyprian dasJhvh ba'hes jabô in Jes. 66, 15 durch ‚Dominus sicut ignis veniet(LXX: O n Jeet); Hiero- nymus giebt es wieder durch ‚in igne v.= als Feuer wird er kommen gewiß mit ebenso sprachlichem, wie biblisch-theo- logischem Rechte. Denn kommt der Herr ‚wie Feuert, dann kommt er in irgend etwas, was dem Feuer ähnelt, aber nicht als Feuer selbst; dann handelt er in irgend einer Weise dem Feuer ähnlich, aber nicht selbst als Feuer. Nun aber heißt es von Gott: ‚ignis consumens est= er ist ein verzehrend Feuer(Deut. 4, 24. Hebr. 12, 29), also kann er auch ‚als das Feuer, das er ist, kommen. Da von Gott alles Kreatürliche fernzuhalten ist, ist er natürlich ein Feuer ,sui generis, von