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haben m. m. allem Anschein nach auch die iibersetzer der LXX ins Lateinische geübt, wenigstens sobald sie ihre Uber- setzung nicht mehr bloß aus dem Stegreif und mündlich gaben, sondern auch schriftlich zu fixieren sich veranlaßt sahen. Nun muß man im Lateinischen bekanntlich einen Unterschied machen zwischen der vorhieronymianischen und der hierony- mianischen Bibelübersetzung. In der ersteren findet sich die in Rede stehende Wendung viel häufiger als in der letzteren, in den von Hieronymus ohne Weiteres in die Vulgata aufge- nommenen Büchern aber wieder viel häufiger als in den von ihm revidierten, korrigierten oder neu übersetzten Büchern des A. T. Wir werden also überall da, wo sie Hieronymus auch in seine selbständig nach dem hebräischen Original gefertigte iibersetzung aufnahm oder in seiner Revision und Korrektur stehen ließ, annehmen dürfen, daß sie da selbst ihm, dem Puristen, entweder als überhaupt lateinisch oder wenigstens im Lateinischen zulässig und verständlich erschienen sein muß. Einige Beispiele mögen dies bezeugen:
Das va'herà bo'hel säddaje von Ex. 6, 3 finden wir in den LXX durch Kal Gρ e dee r- wiedergegeben: eine dem Identitätsverhältnis des redenden Subjekts mit„'hel säddäj' vollständig entsprechende, aber keine wörtliche Übersetzung, weil auf jeden Fall ein sy Sec eine zu lokale Bedeutung gehabt oder zu religiösem Mißverständnis Anlaß gegeben haben würde — ganz so, wie eine Schweizerbibel von 1538 übersetzt: ich erschien, ein El Schaddai“. Hieronymus dagegen trug kein Be- denken zu übersetzen: ‚apparui in deo omnipotenti“— die Furcht vor einer einseitig lokalen Auffassung muß also geschwunden sein, ein religiöses Bedenken kann nicht mehr existiert haben und Hieronymus muß über das richtige sachliche Verständnis dieser Redewendung im Lateinischen vollstaà udig beruhigt gewesen sein. Wir finden es daher auch viel richtiger, wenn Stephanus übersetzt: zen Dieu tout-puissant“ oder Wogue: ‚en Déité souveraine', als wenn Diodati erklärend übersetzt: sous le nom de Dieu Tout-puissant“ oder Ostervald: comme le Dieu fort, Tout-puissant“ Wenn comme= quomodo' ist, so entspricht letztere Übersetzung dem hebräischen Original so wenig, daß


