für Redensarten wie„se ruiner en folles dépenses sich durch thörichte Ausgaben zu Grunde richten’, ,s'épuiser en efforts inutiles sich in unnützen Anstrengungen erschöpfen“,„posséder tant en argent, en billets soviel an barem Geld, an Papiergeld besitzen“, ‚payer en a., en b. in Münze, in Papier bezahlen— oder Verbindungen wie ‚une comédie en vers ein Lustspiel in Versen“, ‚un tourneur en bois ein Holzdrechsler“, jen vain ver- gebenst. Beinahe ausgeschlossen erscheint es mir für Redens- arten wie ‚mettre en gage als Pfand einsetzen“, donner en otage als Geisel stellen“, ,établir en principe als Grundsatz auf- stellen“.
Vollends aber Redensarten wie folgende scheinen mir für jenes Latein schlechterdings unmöglich zu sein: je pense en citoyen ich denke als Bürgert, ‚Tibère agit en empereur T. handelt als Kaiser,“ ‚tu vis en honnete homme du lebst als Ehrenmann,“ ‚ils parlent en hommes instruits sie sprechen als Gebildete“, vous m'aimez en soeur Sie lieben mich als Schwester.“ je te parle en maitre ich spreche zu dir als Lehrer:, je veux parler en fille et je m'explique en reine ich möchte als Tochter reden und spreche als Königin“, je vous parle en Romain ich spreche zu dir als Römer',„je lui dois tant en fils ich verdanke ihm soviel als Sohn', ,il jouait en maitre er spielte gleich einem Meister“; ferner: ,il me traite en enfant er behandelt mich, wie wenn ich ein Kind wäre= als Kind', ‚nous les traitons en esclaves wir behandeln sie als Sklaven“, zje le traite en gentilhomme ich behandle ihn als Edelmann',„je le salue en ami ich grüße ihn als Freund(von mir)’, ‚il se déguisait en héros er verkleidete sich als Helden:— oder Verbindungen wie général en chef Obergeneral'“, ‚rédacteur en chef Hauptredakteur“, fenêtre en ogive Schwibbogenfenster“.
Wenn man diese Beispiele, die nur ganz zufällig aufge- griffene Typen eines fast unübersehbaren Gebrauchs sind, mit Beibehaltung von ‚in“ in jenes Latein übersetzen wollte, so würde das bei den meisten überhaupt ummöglich sein, bei einigen gerade den entgegengesetzten Sinn ergeben, bei keinem aber das ausdrücken, was das französische en’ dabei besagt, nämlich die Identität des nach ihm stehenden(meist Personal-)


