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Betrieb des Französischent)(fakultativ seit 1784), den fakul- tativen des Englischen.„Nach einer Periode, in der Religion für höchst entbehrlich und Religiosität für Schwachheit er- klärt wurde“, behandelt Mosche, von Frömmelei weit entfernt, ²) in einer dritten Reformschrift„die Mittel, Religiosität in Gymnasien zu befördern, besonders den Wert und die Ein- richtung eigener Gottesverehrungen“. Die nächst vorgesetzte Behörde, das lutherische Konsistorium ³) unter seinem um das Schulwesen hochverdienten Senior, dem ehemaligen Erlanger Theologieprofessor W. Fr. Hufnagel,¹) war zeitgemäßen Neuer- ungen gewogen, sodaß schon während des dreijährigen Konrek- torats Mosches erhebliche Fortschritte in Methode und Disizplin sichtbar wurden. Unter den Merkmalen der Modernisierung der Anstalt seien noch hervorgehoben: die unumgänglich notwendig gewordene lang ersehnte Aufhebung des demoralisierenden „Chors“(November 1805), die Annahme eines Pedellen, die ander- weitige Regelung der Zahlung des Schulgeldes, das bis dahin als Besoldungsteil galt, und die dadurch gegebene Möxglichkeit, rein sachliche Grundsätze für Aufnahme und Versetzung der Schüler aufzustellen, die Einführung wöchentlicher„Lehrerkon- ferenzen“, monatlicher„Lehrerkonvente“, die Ausgabe der„Ex- trakte aus den Zensur- und Konduitenlisten“, die Einrichtung eines Privatstudientags, die Herabsetzungen der Halbjahres-
¹) Unter den Progressionsreden und Deklamationen der Schüler häufig solche in französischer oder zuweilen englischer Sprache.— Im W. 1808/9 hatte sich unter den Primanern ein„Verein zum sorgfältigen Studium der französischen Sprache“ gebildet.
¹) In ein„Stammbuch der Freundschaft gewidmet von J. C. Glanz, D. G. G. B. aus Pirmasens 1785“ schrieb Mosche:„Dem Himmel ist beten wollen auch beten, und ihn erkennen wollen auch erkennen, Jena im März 1788.“ Verdanke ich dem Einblick in die kulturhistorisch bedeutende Stamm- büchersammlung des Herrn Dr. Linnel dahier.
³) Patronat v. 26. Juli 1729 bis 21. Februar 1872, mit Unterbrechung in der primatischen Zeit. Von 1872 an Curatorium.
¹) Vgl. Strickers, seines Enkels., Neuere Geschichte von Frankfurt S. 74. Auf der Stadtbibliothek 21 Fascikel„Briefwechsel mit H.“ haupt- sächlich aus der Erlanger Periode, weniger aus der Seniorenzeit, u. a. Briefe des Pädagogen Niemeyer.


