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hervortreten aus dem Rahmen einer kurzen Geschichte der Anstalt am Anfang dieses Jahrhunderts. Bei einem Rückblick auf das Ganze der Entwickelung des Gymnasiums hat T. Mommsen ¹) als springenden Punkt hervorgehoben, daß gerade wie in Rom und Athen die bewegtesten Zeiten die größten Litteraturepochen gewesen sind, so auch das Geistesleben in Frankfurt an den Tagen des Sturmes und Dranges seine besten Tage gehabt hat, daß diese Einflüsse sich auch in der Geschichte des Gymnasiums bemerkbar machen, daß das Zeitalter der Reformationskämpfe, des dreißigjährigen Krieges, der Fremdherrschaft Napoleons als Blüteperioden anzusehen sind.
Im Februar 1801 hatte Frankreichs erster Konsul im Frieden von Lunéville den alternden deutschen Reichsverband aus den Fugen gerissen und die kleine Republik Frankfurt be- ängstigend nahe an die Grenze der eroberungssüchtigen großen Nachbarrepublik gerückt. Im alten Kaisersaale zu Frankfurt hielt kurz darauf ein als geschmackvoller Lateiner weitbe- kannter Redner bei der Frühjahrsprogression des Gymnasiums die Rede zur Friedensfeier„de felicitate seculi ex artibus
¹) Prog. 1869.„Erster Beitrag zur Geschichte des Gymnasiums“, leider nicht fortgesetzt. An Annalisten und Chronisten, sowie Darstellern einzelner Abschnitte seiner Geschichte hat es dem Frankfurter Gymnasium nicht gefehlt. Eine zusammenfassende Geschichte der Anstalt, die sich auf dem Studium der Akten des Konvents-, Konsistorial-, Kuratorial- und Gymnasial-Archivs aufbauen muß, steht noch aus. T. Mommsen hat in der Einleitung zu seinem Programm einen Abriß der Quellenkunde bis 1869 geliefert. Hinzu- zufügen wäre: G. E. Steitz, des Rektors Micyllus Abzug von Frankfurt. F. A. V(1872) S. 216— 256.— Kriegk, Goethes Lehrer der Rektor Albrecht, Deutsche Kulturbilder 1874.— G. E. Steitz, Der Humanist Wilhelm Nesen, der Begründer des Gymnasiums u. s. f. im Frankfurter Archiv VI(1877) S. 36 bis 160.— Die in Rittwegers„Frankfurter Hausblättern“ 1879 ff er- schienene, auf Auszügen aus den Schulprogrammen beruhende Übersicht.— Stricker, Neuere Geschichte von Frankfurt 1881.— E. Neubürger, Aus der alten Reichstadt, Frankfurt 1889.— K. Reinhardt, Hirtzwigii epistola, Prog. 1891.— Gedächtnisschrift für J. Classen, Hamburger Johanneum 1892.— H. Grotefend, Der Prorektor und das Frankfurter Gymnasium am Ende des vorigen Jahrhunderts, Frankfurter Archiv III(1893).— J. Ziehen über den Frankfurter Lehrplan, in Rein's Encyclopädischem Handbuch der Pädagogik II(1896) S. 350— 355.


