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pacis feliciter ominanda.“ Es war J. G. Purmann ¹), dessen Lebensfackel mit Anbruch des neuen Jahrhunderts sich senkte, ein eigenartiger Gymnasiarch, der als Nachfolger„einer der originalsten Figuren der Welt“, des satirischen Rektors Albrecht in den von Goethe mit„schaurigem Behagen durchstrichenen“ düstern, winkelhaften Räumen des alten Barfüßerklosters am Paulsplatz mit Geist und Witz das Scholarchenszepter lange geführt und als wirklicher Rektor vom 7. Mai 1770 bis zum 9. Mai 1806 zusammen 1251 Schüler ins Gymnasium aufgenommen hatte. Einen„ächt gelehrten Mann“ nennt ihn sein berühmter Schüler Buttmann, ²) als den„gelehrtesten Lehrer“, vor dem die durch rote Mäntelchen ausgezeichneten patrizischen Jünglinge, wie die„blauen Kurrentschüler“ Ehrfurcht hatten, der„zu groß war für kleinliche Pedanterei“, feiert ihn K. Fr. Hermanns Lehrer, N. G. Eichhoff in einem auch sonst interessanten Briefe.¹) Nach anderer zeitgenössischer brieflicher Darstellung war er„ein Mann von Kenntnissen und Geschmack, der auch auf Akademien ein philologisches Lehramt mit Ehren und Nutzen hätte verwalten können, über den Goethe ehedem bei seinen Bekannten geurteilt habe, daß er mehr Geschmack hätte als Ernesti.“ Sein Schüler, der Jenenser Theologe J. Ph. Gabler, spricht in größter Verehrung von ihm. Zugleich war er ein Held an litterarischer Fruchtbarkeit4,) der allein in der Zeit seines Amtes jährlich vier Programme— 119 im Ganzen— ex officio geschrieben hatte. Mächtiger aber als sein guter Wille hatten sich die den Verfall des Gymnasiums bewirkenden Zeit- und Ortsverhältnisse⁵) erwiesen; er konnte über die allgemeine Schlaffheit nicht siegen, weil er ein Feldherr war ohne Offiziere.
¹) Geboren 1. Jan. 1733 zu Königsberg in Franken, studierte in Altdorf, 1756 Rektor in Hanau, seit Ostern 1760 Konrektor des Frankfurter Gymnasiums (s. Vokation vom 28. Dezember 1759), 1766 Adjunctus rectoris, 1770 Albrechts Nachfolger. Seine Personalakten vollständig im G.-A.
²) Heyden, Gallerie S. 433.
²¹) 6 Quartblätter, von Weilburg, 24. Januar 1814 datiert, im G.-A.
⁴) Strieder, Hess. Gelehrtengeschichte, Meusels gelehrtes Teutsch- land, Rotermund-Jöcher, Gelehrtenlexikon, Kayser, Bücherlexikon.
⁵) Siehe besonders Grotefends erwähnten Aufsatz.


