Ein Beitrag zur Geschichte des Gymnasiums und zur Frankfurter Gelehrtengeschichte.“
Von
Dr. Otto Liermann.
Dr ine Umschau in der Geschichte der Wissenschaften DB wird den Plan einer zusammenfassenden Bearbeitung der vaterstädtischen Gelehrtengeschichte nicht seltsam erscheinen lassen. Auf weiten Strecken ist dies Feld der Forschung noch Brachland; einzelne Spatenstiche haben den wenig angebauten und doch so ergiebigen Boden gelockert. ²) Mit Regesten für diesen schon von Wieland als berechtigt an- erkannten Zweck beschäftigt trage ich zur Zeit Bausteine zu einem Werke zusammen, das etwa unter dem Titel„Wissenschaft und Gelehrte in Frankfurt a. M.“ ein Seitenstück abgeben könnte zu Gwinners„Kunst und Künstler“. An einem Wendepunkte in seiner reichen Geschichte steht heute unser altehrwürdiges Gymnasium, eine Pflegestätte der Wissenschaft, der in einer
¹) Für diese kulturgeschichtliche Studie sind die Akten des Gymnasial- archivs verwertet, dessen Benutzung die Herren Direktor Dr. Reinhardt und Prof. Dr. Baier mir gütigst gestatteten, sowie die einschlägigen Franco- furtensien der Stadtbibliothek, die mir mit bekannter Hilfsbereitschaft Herr Dr. v. Nathusius zugänglich machte.
²) Vergleiche die bibliographischen Nachweise in H. Grotefends Ver- zeichnis u. s. f.(1885), Strickers Arbeiten und seine, sowie R. Jungs u. a.
Artikel in der„Allgemeinen deutschen Biographie“. 2*½


