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Vorbildung nötig.“„Nur indem man sich über das Bekannte võllig verständigt hat, kann man miteinander zum Unbekannten fort- schreiten.“„Der echte Schüler lernt aus dem Bekannten das Unbekannte entwickeln und nähert sich dem Meister.“ Hält der Lehrer einen sicheren Lehrgang inne, so erweckt auch jeder geringe Fortschritt in dem Lernenden die Freude des Gelingens: „Es soll nicht genügen, daß man Schritte thue, die einst zum Ziele führen, sondern jeder Schritt soll Ziel sein und als Schritt gelten.“ Zum Verstehen muß überall die Ubung kommen: „Lebendige Kenntnisse erlangt man nur auf praktischem Wege.“* „Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden, es ist nicht genug zu wollen, man muß auch thun.“ Doch giebt es keine Methode, die sich wie ein unfehlbares Hülfs- und Heilmittel überall anwenden und wie eine Schablone überliefern ließe. Insofern die Methode die allgemeine Rich- tung des Lehrganges bezeichnet, können und müssen die Lehren- den, die gemeinschaftlich arbeiten, dieselbe Methode befolgen und von einander annehmen und lernen. Ein Muster solches Zusammenwirkens von Erziehern zeigt uns die pädagogische Provinz der Wanderjahre. Aber im einzelnen muß jeder Lehrer sich persönlich seine Lehrweise ausbilden und Pfadfinder sein, er muß sein Verfahren mit seinem eigenen Geiste erfüllen. So ist es zu verstehen, wenn Goethe an einer Stelle sagt:„Methode gehört dem Subjekt an und läßt sich nicht überliefern;“ anders würde sie zur leeren, geistlosen Form werden und zu hohlem Wähnen führen.. Wie bei allem Unterricht die rechte Mitte zu halten ist zwischen planlosem Gehenlassen und eintöniger Gebundenheit, lehrt auch ein Wort aus den Bekenntnissen einer schönen Seele, die von sich erzählt:„Französisch lernte ich mit vieler Begierde. Mein Sprachmeister war ein wackerer Mann. Er war nicht ein leichtsinniger Empiriker, nicht ein trockener Grammatiker; er hatte Wissenschaften, er hatte die Welt gesehen. Zugleich mit dem Sprachunterricht sättigte er meine Witbegierde auf mancherlei Weise.“ Damit steht ein anderes beherzigenswertes Wort im Einklang:„Abwechselung ohne Zer- streuung wäre für Lehre und Leben der schönste Wahlspruch.“


