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lat. dissertatio, gründliche, wiſſenſchaftliche Abhandlung; old, alt, was viele Jahre hat; aged, frz. aàgé, lat. aetas, alt ſofern es die Spuren des Alters zeigt, bejahrt; ancient, frz. ancien, ehe⸗ malig; antique, frz. antique, lat. antiquus, uralt, altehrwürdig; antiquated(antiquare) veraltet; great groß, beſonders von geiſtiger Größe; large(large, largus) groß in Bezug auf Raum, Ausdehnung in die Breite; big in Bezug auf die Maſſe, dick; tall, in Bezug auf die Höhe, ſchlank; grand(grandis) großartig; to become, get, grow, turn werden; to throw, cast, fling, hurl, toss werfen u. a.— Ferner iſt die Etymologie bei der Geiſtes⸗ bildung ein nicht zu unterſchätzender Faktor. Dieſe hat ſich in unſeren Tagen zur Wiſſenſchaft er⸗ hoben, inſoweit ſich bei Ableitungen von Wurzeln vor allem ein lebhaftes Vorſtellungsvermögen zu bethätigen hat, das die allmählich vor ſich gehenden Wortmodifikationen, ſowie die mit dem Seelen⸗ leben innigſt verwachſenen Veränderungen in der Bedeutung von Wörtern zu beobachten vermag. Ich erinnere zunächſt an das ſo intereſſante Kapitel der Onomatopbie. Da haben wir 1) die tieriſchen Laute wie to bark, quack, cackle, roar, neigh, mew, roar, croak, chatter; 2) unartikulierte, inſtinktmäßig menſchliche Laute, z. B. to sigh, sob, weep, yawn, shriek, moan; 3) Laute, die ſich beim Zuſammenſtoß feſter Körper ergeben, z. B. to clap, rap, tap, flap, slap.(Hier merke man auf die Konſonanten p. k, t.) 4) Laute, die in Folge des Zuſammentreffens weicher, glatter Körper entſtehen, wie to dab, dub, bob.—(Es ſind die Konſonanten b, g, d, vor⸗ herrſchend.) 5) Laute, bei denen eine Bewegung, eine Schwingung durch die Luft bezeichnet wird, z. B. to sough, whizz, buzz, whisle.(Man beachte die Konſonanten s u. Z.) 6) Laute, welche eine Reſonanz ausdrücken; z. B. to clang, ring, twang, knell;(Es treten die Liquiden l, m, n, r hervor.) 7) Ziſchlaute, z. B. to clash, splash, dash, swash. Eine Art von Naturlauten darf nicht unbeachtet bleiben, die Interjektionen, welche dem Etymologen eine Menge Wörter erklären, deren Urſprung ſonſt dunkel bleiben würde. Z. B.„Ecke“ von Ach! Von dieſem ſpontanen Laute leiten eine beträchtliche Anzahl verwandter Wörter in den indogermaniſchen Sprachen ihren Ur⸗ ſprung ab, ſo im Griechiſchen dĩε dααda, dxls, aixun, im Lateiniſchen acuo, acus, acies; im Engliſchen ache. Aeußerſt bildend und anregend iſt das Auffinden und Wiedererkennen der ver⸗ ſchiedenartigſten Elemente in dem ausgedehnten Reiche der Etymologie. Ich folge der intereſſanten Zuſammenſtellung eines Schulmannes. ¹)„Weſtgermaniſche Elemente finden wir auf Schritt und Tritt bei der Bezeichnung von Wohnſtätten, ihrer Einrichtung und Umgebung. Da iſt das deutſche „Heim“ in den zahlreichen Städtenamen auf„ham“, wie Birmingham, Horseham, Tottenham; da iſt das holſteiniſche„Tun“, Zaun, Umzäunung, engliſch town zu„Stadt“ geworden, neben dem normanniſchen cité, engl. city. Das weſtdeutſche„Kotten“ tritt uns im engl. cot, frieſiſch„Cat entgegen; das engliſche dungeon iſt das in den lippiſchen Fürſtentümern gebräuchliche„Dönſe“, Gemach, Bauernſtube; engl booth iſt das rein frieſiſche„Buth“, deutſch„Bude“; ſodann„wall“ nicht mehr unſer„Wall“, ſondern„Mauer“;„window“, frieſiſch„Wönnang, Wönning““, der aufe ſteigende Rauch, engl.„smoke“ iſt das ſeltenere deutſche„Schmauch“, plattdeutſch„ſmöken“; das deutſche veraltete„Laib“(Laib Brot), frieſ.„Liaf“ iſt das engl.„loaf“ geblieben. Das plattdeutſche „Köppken“ Obertaſſe, iſt das engl. cup., frieſ.„Kop“. Die engliſche Speiſegabel„fork“ iſt zur plattdeutſchen Miſtgabel„Forke“ geworden. Die Bedeutung des hochdeutſchen„Spahn“ ſchlug in England zu der eines Löffels„spoon“ um. Und wer kennt nicht„Kappes, Kaps, Kabus“ im engl.„cabbage“ wieder? To pill, to pell iſt unſer vulgäres, wenn auch weit verbreitetes„pellen“
¹) Lellmann a. a. O. p. 10 u. 11.


