wert dieſer Sprache in Erörterung zu ziehen. Ueber die Bedeutung der neuen Litteraturen, beſonders der engliſchen äußert Macauly ¹):„We believe that the books which have been written in the languages of western Europe during the last two hundred and fifty years, are of greater value than all the books which at the beginning of that period were extant in the world“. Und B. Schmitz in ſeiner Encyclopädie ſpricht folgendes Urteil aus:„Ich meiner⸗ ſeits muß behaupten, daß das Engliſche eine paſſendere Nahrung für die Jugend giebt, als das La⸗ teiniſche und Griechiſche, das dem gebildeten Manne weit mehr Veranlaſſung zur Lektüre bietet“. Wie im Franzöſiſchen ſo arbeiten im Engliſchen Fachmänner und Verleger an der zweckentſprechendſten und wohlfeilſten Herſtellung ſolcher Autoren, die als Schullektüre beſonders paſſen. Ich führe hier aus dem Velhagen⸗Klaſing'ſchen Verlag von 1887 einige an.
Byron: Childe Harold'’s Pilgrimage.
— The Siege of Corinth. — The Prisoner of Chillon.
Edgeworth: Zwei Erzählungen aus Popular tales;
1) The grateful negro. 2) The lottery. Irving: Tales of the Alhambra. Abbotsford. Marryat: The Children of the New Forest. Peter Simple. Ja The Three Cutters. The Settlers in Canada. Scott: Tales of a Grandfather. Quentin Durward. The lady of the Lake. Marmion. Ivanhoe. Shakespeare: The Merchant of Venice. Richard II. u. III. Julius Caesar.
Swift: Gulliver's Travels.
Defoe: Robinson Crusoe.
Cooper: The Pathfinder of the Island Sea.
Von welcher Bedeutung namentlich die Werke der beiden Koryphäen der engliſchen Litteratur, Shakespeare’s und Byron's nicht allein für die Schule, ſondern für jeden Gebildeten ſind, das be⸗ zeugen die unzähligen Namen von Herausgebern, Ueberſetzern, Interpretatoren, unter denen Männer wie Schlegel und Tieck, Delius, Kreyssig, Ulrici, Bodenstedt, Gervinus eine hervorragende Stelle einnehmen. Wenn die Romanlitteratur, ſowohl die franzöſiſche als auch engliſche, vielfach von der Schullektüre zurückgewieſen wird, ſo mag dies bezüglich der franzöſiſchen immerhin mit einer gewiſſen Berechtigung geſchehen; die engliſche Romanlitteratur hingegen iſt eine ſo wertvolle, daß ſelbſt die Schule ſich gegen dieſelbe nicht ganz verſchließen kann und ihr auf irgend eine Weiſe, ſei es nun als Klaſſen⸗ oder Privatlektüre Rechnung tragen muß. Wer kennt nicht Scott's Ivanhoe, die Perle der Waverly Novels? Der Inhalt derſelben liegt der Jugend ſo nahe, denn er ſchildert die Zeit der höchſten Blüte des Rittertums. Sprachlich enthält Ivanhoe am wenigſten vom ſchottiſchen Dia⸗
1 Macaul: Lord Bacon. Tauchnitz edition p. 16. F P


