Aufsatz 
Die Flora der Umgegend von Eschwege
Entstehung
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Aufgaben für die schriftliche Entlassungsprüfung.

1) Deutscher Aufsatz: Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten; Wenn sich die Völker selbst befrein, da kann die Freiheit nicht gedeihn.

2) Ein französisches Exercitium: Die Weiber von Weinsberg, nach Curtman.

3) Ein englisches Exercitium: Der Tod König Richards III.

4) Mathematik:

. a) Addiort man zu der Summe zweier Zahlen die Differenz ihrer Quadrate, so erhält man 392; addiert man aber zu der Differenz dieser Zahlen die Summe ihrer Quadrate, so erhält man 1592. Welche Zahlen sind es?

b) Ein Dreieck zu konstruieren, wenn die Grundlinie a, die Differenz der beiden anderen Seiten d und die Höhe k, welche auf der grösseren der beiden unbekannten Seiten steht, gegeben ist.

c) Einer Kugel, deren Radius 15 cm beträgt, ist ein gerader abgestumpfter Kegel einbeschrieben. Welchen Inhalt hat derselbe, wenn seine Grundfläche 9 cm und seine Gegenfläche 12 cm vom Mittelpunkt der Kugel entfernt ist?

d) Wie gross ist das Segment, welches in einem Kreise mit dem Radius 37 einem Centriwinkel von 29⁰ 38˙ 15 entspricht?

B. Verkügungen Königlichen Provinzialschulkollegiums.

28. März 1882. DieMonatsschrift für das Turnwesen mit besonderer Berücksichtigung des Schul- turnens und der Gesundheitspflege wird der Beachtung empfohlen. 12. Juni 1882. Die neue Ordnung für die Entlassungsprüfungen wird mitgeteilt. 23. August 1882. Uber die für den etwaigen plötzlichen Ausbruch einer Feuersbrunst im Schulgebäude getroffenen Vorkehrungen wird Bericht erfordert. 22. Dezember 1882. Die von dem Geographentag zu Halle angenommenen Thesen inbetreff des Kartenzeichnens und der Massbestimmungen werden zur Nachachtung mitgeteilt.

C. Zur Chronik der Schule.

Das Schuljahr 1882/83 wurde nach vorgängiger Prüufung der neu angemeldeten Schüler am 17. April mit gemeinsamer Andacht, Vorlesung der Schulgesetze und feierlicher Aufnahme der auf dieselben verpflichteten neuen Schüler eröffnet.

Am 5. Juni fiel höherer Verfügung gemäss wegen der an diesem Tage stattfindenden Be- rufszählung, bei welcher mehrere Lehrer der Anstalt als Zähler mitwirkten, der Unterricht aus.

Am 24. Juni begannen die vierwöchigen Sommerferien.

Am 19. August traten die Schüler der oberen Klassen bis Tertia einschliesslich unter Führung des Direktors und der Lehrer Dr. Anschutz und Orth die jährliche Turnfahrt an, deren Ziel einige hervorragende Punkte des Rhöngebirges waren. Von der Eisenbahnstation Hünfeld aus wurde die Milseburg nach sechsstündiger Wanderung erreicht, und dann in Kleinsassen das erste Nachtquartier bezogen. Am anderen Tage wurde die Steinwand besucht, die Wasserkuppe, der höchste Punkt des Rhöngebirges, erstiegen, wo sich die heitere Stimmung und die körperliche Rüstigkeit in allerlei turnerischen Wettspielen zeigte. Nach der Besichtigung der Fuldaquelle endete der zweite Tage- marsch in Gersfeld, von wo am dritten Tage eine sechsstündige Wanderung nach dem Endziel Fulda fuhrte. Nachdem die vornehmsten Sehenswürdigkeiten der alten Bischofsstadt in Augen-