Aufsatz 
Die Flora der Umgegend von Eschwege
Entstehung
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schein genommen waren, brachte der Abendzug die von den bestandenen Mühsalen wohl erschöpfte, aber von den vielen schönen Eindrücken auch hoch befriedigte Schar in die Heimatstadt, in welche unter den Klängen der Musik der hiesigen Stadtkapelle, welche gleichzeitig von einer Kunstfahrt zurückgekehrt war, in die Stadt eingezogen wurde. An demselben Tage hatten die Schüler der unteren Klassen unter Führung mehrerer Lehrer eine Wanderung über den Gehülfensberg nach der Plesse und Wanfried unternommen.

Am 1. September revidierte der erste Lehrer an der Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin, Professor Dr. Euler, im Auftrag des Herrn Ministers den Betrieb des Turnunterrichts an der hiesigen Anstalt.

Der 2. September wurde in herkömmlicher Weise durch einen gemeinsamen Zug mit den übrigen hiesigen Schulen nach dem Kriegerdenkmal begangen, wo der Lehrer Dr. Anschütz der versammelten Jugend die patriotische Bedeutung des Tages in einer erhebenden und mahnenden Ansprache ans Herz legte.

Die öffentliche Turnprüfung, welche früher die Vorfeier des Sedanfestes bildete, musste der unsicheren Witterung wegen auf den 6. September verlegt werden und erfreute sich wiederum eines recht zahlreichen Besuches von Angehörigen der Schüler und Freunden der Schule. Neben den verschiedenen Turnübungen, welche die erworbene Kraft, Gewandtheit und Sicherheit bewiesen, brachten die Gesänge und Deklamationen der Schüler und eine Ansprache des Direktors die Wichtigkeit, welche das Turnen für die allgemeinen Zwecke der Schule und insbesondere für die patriotische Erziehung der Jugend hat, zum Ausdruck.

Die Herbstferien dauerten vom 23. September bis zum 7. Oktober; die Weihnachtsferien vom 24. Dezember 1882 bis zum 6. Januar 1883.

Am 25. Januar, dem Tage der silbernen Hochzeit des kronprinzlichen Paares. wies der Direktor vor versammelter Schule durch die Erinnerung an das vor 25 Jahren geschlossene, für das geliebte Herrscherhaus und für das ganze Vaterland so verheissungsvolle und reich gesegnete Ehebundnis auf die hohe Bedeutung hin, welche diese Feier für das ganze Volk und insbesondere füúr die deutsche Jugend hat, deren froher Gruss dem hohen Jubelpaare seitens der hiesigen Schule in begeistertem Hochruf erscholl. Am Nachmittage wurde auf der weiten und ausgedehnten spiegelglatten Eisfläche, welche die überschwemmten Wiesen bei Grebendorf boten, von der Schule eine Schlittschuhpartie veranstaltet, bei der auch in geordnetem Reigenlauf der Geübten wie in belustigendem Wettrennen der Nichtläufer die Gewandtheit zur Geltung oder das Ungeschick zu Falle kam.

Vom 21. bis 24. Februar wurde die schriftliche, am 10. März unter dem Vorsitze des mit der Vertretung des königlichen Kommissars peauftragten Direktors die mündliche Entlassungs- prüfung vorgenommen.

Der Abiturient, Max Strack, 17 ¾ Jahre alt, Sohn des Regierungs-Feldmessers Ludwig Strack, evangelisch, 7 ½ Jahr auf der Schule, davon 2 in Prima, erhielt das Zeugnis der Reife mit dem PrädikatGut bestanden. Der künftige Beruf desselben ist noch unbestimmt.

Der Gesundheitszustand der Schüler war trotz mehrerer hier zeitweise epidemisch auftreten- der Kinderkrankheiten ein leidlich günstiger. Die Anstalt hatte den Schmerz, zwei liebe Schüͤler durch den Tod zu verlieren., die Realsextaner Meinhold Levi, welcher dem Nervenfieber erlag, und Fritz Hüther, welcher beim Baden zu einer Stunde und an einer Stelle, wo keine Aufsicht war, in der Werra ertrank. Von den Lehrern war der Oberlehrer Dr. Mösta mehrere Wochen am Abhalten seines Unterrichts durch Krankheit verhindert.