Aufsatz 
Geschichte des Bensheimer Gymnasiums nach den Urkunden dargestellt : 2. Teil / von Heinrich Dinges
Entstehung
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II. Freqnenz der Schule.

Die Frequenz der Schule, die ſich am Ende der vorigen Periode auf eine Geſamtzahl von 48 Schülern belaufen hatte, betrug in den Jahren 18321835 nach der in den betreffenden Voran⸗ ſchlägen gegebenen Taxation des Schulgeldes(647 fl. 37 Kr.) jedenfalls weniger als 60 Schüler, ſank 1837, ſo daß der Voranſchlag für 1838 nur 400 fl. Schnlgeld taxiert, was eine Schülerzahl von unter 40 bedeutet. Es zahlte nämlich nach oben angeführtem Erlaß Großh. Pädagog⸗Kommiſſion vom 1. November 1827(Vgl. Chronik) ein Quartaner jährlich 10 fl., ein Schüler höherer Klaſſe jährlich 12 fl. Befreiung vom Schulgeld war ſpärlich; denn noch im Jahre 1845 war von 15 Prima⸗ nern nur einer um die Hälfte des Schulgeldes befreit, von 25 Sekundanern, 27 Tertianern und 34 Quartanern nur je einer ganz frei. Eine kleine Zunahme der Frequenz macht ſich zwar ſchon 1842 bemerkbar, da der Voranſchlag für 1843 ſtatt der ſeit 1839 wiederkehrenden Taxation des Schulgeldes von 600 fl. dieſelbe auf 700 fl. erhöht. Die Summe der Schüler kann indes nur unter 70 betragen haben und muß alſo in der Zeit von 1842 bis 1845 um mehr als dreißig Schüler gewachſen ſein, da ſie 1845 nach obiger Darſtellung 101 betrug. Sie hielt ſich nach den voranſchläglichen Taxationen des Schulgeldes(fl. 900 1000) ſo ziemlich auf dieſer Höhe bis zum Schuljahr 1850/51, wo nach vorliegendem Programm die Quarta 27, die Tertia 10, die Sekunda 25, die Prima 16, das ganze Gymnaſium alſo 78 Schüler zählte. Von dem Schuljahr 1851/52 bis zum Schuljahr 1865/66 be⸗ wegt ſich die Geſamtzahl zwiſchen 81 und 98 Schülern. Die Zahl 100 wurde erſt im Schuljahr 1866/67 wieder überſchritten, indem das da beginnende Schuljahr 105 Schüler hatte, von denen am Ende des Schuljahres noch 95 vorhanden waren. Von der Geſamtzahl waren Bensheimer 31, orts⸗ fremde Inländer 73, Ausländer 1; Katholiken 56, Evangeliſche 46, Israeliten 3. Die Geſamtzahl der Prima betrug 13, der Sekunda 20, der Tertia 21, der Quarta 51. In den Jahren 1866 bis 1873 hat ſich bei ſchwankender Zunahme und einer einmaligen(1867) unbedeutenden Abnahme die Zahl der Schüler verdoppelt. Zwar ſank nämlich im Schuljahr 1867/68 die Geſamtzahl auf 103, von denen am Ende des Schuljahres noch 89 da waren. Von da aber ſtieg die Frequenz mit jedem Jahre und erreichte im Schuljahr 1873/74 die Geſamtzahl von 212, von denen am Ende des Schul⸗ jahres noch 200 vorhanden waren. Von letzter Geſamtzahl waren Bensheimer 41, ortsfremde In⸗ länder 154, Ausländer 17; Katholiken 102, Evangeliſche 92, Israeliten 18. Die Geſamtzahl der Prima betrug 28, der Sekunda 50, der Tertia 21, der Quarta 17, der Quinta 43, der Sexta 53. Von den Jahren 1874 bis 1886 hatte das Schuljahr 1882/83 die niedrigſte Geſamtzahl 241, wo⸗ von am Ende des Schuljahres noch 222 vorhanden waren. Die höchſte Geſamtzahl 346 erreichte das Schuljahr 1885/86. Am Ende des Schuljahres waren aber nur 243 der Anſtalt verblieben. Die zweithöchſte Geſamtzahl 306 hatte das Schuljahr 1878/79, am Ende des Schuljahres zählte die Anſtalt aber nur 279 Schüler. Von letzter Geſamtzahl waren Bensheimer 65, ortsfremde Heſſen 200, Nichtheſſen 41; Katholiken 136, Evangeliſche 152, Israeliten 18. Die I. a. zählte 26, I. b. 36, II. a. 34, II. b. 49, III. a. 29, III. b. 27, IV. 24, V. 32, VI. 49. Bei der Zunahme der Frequenz in dem letzten Decennium iſt aber in Betracht zu ziehen, daß man im Schuljahr 1875/76 anfing, den achtjährigen Gymnaſialkurſus in einen neunjährigen umzuwandeln.

In den Jahren 1851 bis 1865 ſchwankt die Taxation des Schulgeldes in den Voranſchlägen