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und erteilte auch in dieſer Stellung nebenbei den Schreib⸗ und Geſangunterricht am Gymnaſium bis zum Jahre 1854. Sein Nachfolger für den Geſangunterricht wurde der Seminarlehrer Jakob Klaſſert, der durch hohe Verfügung vom 31. Oktober 1862 auf ſein Nachſuchen dieſes Unterrichtes am Gymnaſium wieder entledigt wurde und den Kantor Johann Merz zum Nachfolger erhielt. Merz verſah den Geſangunterricht bis 1874, wurde in dieſem Jahre durch Erlaß Großh. Miniſteriums vom 2. Dezember auf ſein Nachſuchen von demſelben enthoben, und der Geſangunterricht wurde von da bis zu Armbruſters Berufung(April 1876) durch den Elementarlehrer Zimmermann erteilt. Den Schreibunterricht aber übernahm nach des Franz Joſeph Kunkel Penſionierung(1854) Rektor und Elementarlehrer Lippert ſamt dem Zeichenunterricht und vertrat beide Lehrgegenſtände 22 Jahre lang bis zu Armbruſters Berufung. Den Zeichenunterricht unmittelbar vor bis zu Lipperts Berufung hatte Bauaufſeher Ludwig Rückert in wöchentlich 2 Stunden erteilt, wovon je eine auf 2 kombinierte Klaſſen kam. Rückert wird zum erſten Mal im Voranſchlag für 1843 mit einer jährlichen Remuneration von fl. 132 erwähnt.— Erſt 1876 wurde mit Armbruſters Anſtellung die jetzt noch beſtehende Einrichtung getroffen, daß die drei techniſchen Fächer, Geſang, Zeichnen und Schreiben, die ſeither durch Bensheimer Elementarlehrer reſp. Fachmänner als Neben⸗ beſchäftigung derſelben am Bensheimer Gymnaſium beſorgt worden waren, durch einen eigens hierzu angeſtellten, ſeminariſtiſch gebildeten Lehrer vertreten werden.— Turnunterricht wurde lange nur zeitweiſe erteilt. Als erſter Turnlehrer unſeres Gymnaſiums wird im Programm 1851 Heinrich Nohaſcheck genannt mit dem Bemerken, daß nur während des Sommerſemeſters den Schülern des Gymnaſiums in 4 wöchentlichen Stunden Anleitung zum Turnen gegeben werde. Nach dem Programm vom Jahre 1858 gab der proviſoriſche Lehrer an der Taubſtummen⸗Anſtalt Fr. Veith den Turn⸗ unterricht am Gymnaſium. Derſelbe ſtarb den 25. Juni 1859, und nach ſeinem Tode blieb der Turnunterricht ausgeſetzt bis zum Sommer 1865, wo er dann durch den Acceſſiſten Georg Weih⸗ rich erteilt wurde. Das Programm des folgenden Schuljahres(1865/66) enthält ſchon die Bemerk⸗ ung, daß der Turnunterricht wegen Mangels eines Lehrers und eines Lokals habe ausgeſetzt werden müſſen. Es wurde von da bis zum Sommer 1874 kein Turnunterricht am Gymnaſium gegeben. Erſt ſeit Berufung des Dr. Peter Häling wurde dieſer Unterricht wieder aufgenommen und ſelbſt dann noch wegen Mangels eines geeigneten Lokals wieder ausgeſetzt. Gegenwärtig beſitzt die Anſtalt einen geräumigen und wohl ausgeſtatteten Turnſaal, und der Turnunterricht wird durch die 4 oben bezeichneten Lehrer erteilt.
Es wirkten am Bensheimer Gymnaſium außer dem zeitigen Direktor von 1832 bis 1834 fünf Lehrer; von 1834 bis 1841 ſechs, incl. Schreib⸗ und Geſanglehrer Kunkel; von 1841 bis 1843 ſieben; von 1843 bis 1848 acht, incl. Zeichenlehrer Rückert; von 1848 bis 1851 ſieben, ab⸗ geſehen vom Turnlehrer Nohaſcheck; von 1851 bis 1854 acht; von 1854 bis 1861 zehn, incl. evangeliſcher Religionslehrer; von 1861 bis 1862 eilf; von 1862 bis 1864 zehn; von 1864 bis 1867 neun; von 1867 bis 1868 acht; von 1868 bis 1872 neun; von 1872 bis 1875 zehn; von 1875 bis 1876 neun; von 1876 bis 1878 zehn; von 1878 bis 1881 eilf; von 1881 bis 1882 dreizehn, inel. ein Hülfslehrer und ein Acceſſiſt; von 1882 bis 1883 vierzehn, incl. drei Aceeſſiſten; von 1883 bis 1885 zwölf; von 1885 bis 1886 dreizehn, incl. ein Aceeſſiſt.
Wir haben ſomit die Lehrer des Bensheimer Gymnaſiums bis zum Schluſſe des Schuljahres


