Aufsatz 
Geschichte des Bensheimer Gymnasiums nach den Urkunden dargestellt : 2. Teil / von Heinrich Dinges
Entstehung
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an St. Ignaz zu Mainz, zur proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle berufen. Er war zum Nach⸗ folger des am 6. Juli verſtorbenen Benefiziaten und Gymnaſiallehrers Dommerque beſtimmt, wurde laut Urkunde vom 12. Dezember 1884 durch den Gemeinderat auf das durch Dommerques Tod erledigte Benefizium präſentiert, wozu der Pfarrer am 16. Dezember, Großh. Kreisamt am 17. Dezember ihre Zuſtimmung erklärten, und hierauf durch Allerh. Dekret vom 17. Januar 1885 definitiv ange⸗ ſtellt. Die Urkunde, laut welcher biſchöfl. Ordinariat dem Prieſter Sommer das beneficium S. Spiritus, S. Joannis, S. Barbarae definitiv überträgt, iſt vom 24. Dezember 1884. Sommer iſt geboren zu Oſthofen, den 30. Januar 1845, Prieſter ſeit dem 9. Auguſt 1868 und hatte ſchon vor ſeiner Beſtellung an die Kaplanei zu St. Ignaz in Mainz mehrere Jahre als Lehrer und Sub⸗ rektor am Konvikt zu Dieburg gewirkt. Er übernahm und erteilt noch jetzt am Bensheimer Gymnaſium den Religionsunterricht und Hebräiſch und gab außerdem in den unteren Klaſſen Latein und Geo⸗ graphie. Gegenwärtig iſt er Ordinarius der Quarta und erteilt da den deutſchen und lateiniſchen Unterricht. Von den drei Acceſſiſten, die in der Zeit von 1881 bis 1883 ſich dem Bensheimer Gymnaſium nützlich machten, Anton Como aus Klein⸗Welzheim, zum Acceß zugelaſſen im November 1881, Karl Denig aus Bensheim, im Januar 1882 zugelaſſen, und Dr. Karl Lindt aus Darm⸗ ſtadt, der im September 1882 ſein Probejahr antrat, wurde nur Karl Denig dem Bensheimer Gymnaſium erhalten. Como trat am Schluß des Winterſemeſters 1883 eine Stelle an einer höheren Lehranſtalt in Straßburg an, Dr. Lindt wurde nach Ablauf ſeines Probejahres proviſoriſch am Gymnaſium zu Darmſtadt angeſtellt, Denig aber erſetzte nach Ablauf ſeines Probejahres den penſio⸗ nierten Dr. Bamberger und wurde durch hohe Verfügung vom 17. April 1884 mit proviſoriſcher Verwaltung einer Lehrerſtelle betraut. Derſelbe erteilt in dem eben laufenden Schuljahr den lateiniſchen Unterricht in der Sexta, den griechiſchen in der Sekunda b., den mathematiſchen in der Quarta und iſt Turnlehrer der Sexta und Quinta. Den Unterricht des nach Kottbus abgegangenen Dr. Mohr, Deutſch und Latein in III. a., Griechiſch in III. a. und II. b. übernahm Dr. Georg Ihm aus Darmſtadt, ſeither Acceſſiſt am Gymnaſium zu Gießen, der durch hohe Verfügung vom 20. März 1883 zum proviſoriſchen Lehrer zu Bensheim ernannt war. Dr. Ihm wurde durch Allerh. Dekret vom 18. März 1885 definitiv und verſieht gegenwärtig den lateiniſchen Unterricht in III. a. und II. b. und den griechiſchen und deutſchen in III. a.

Durch Allerh. Dekret vom 31. März 1883 wurde der aus Nieder⸗Saulheim gebürtige Gymnaſial⸗ lehrer zu Darmſtadt Dr. Heinrich Weyerhäuſer am Bensheimer Gymnaſium angeſtellt. Er iſt durch Allerh. Entſchließung vom 23. Februar 1874 definitiver Gymnaſiallehrer und hatte vor ſeiner Wirkſamkeit zu Darmſtadt ſchon von Herbſt 1873 bis Herbſt 1882 am Gymnaſium zu Büdingen Unterricht erteilt. Gegenwärtig Ordinarius der Quinta lehrt er in dieſer Klaſſe Deutſch, Latein und Geographie und in der Unter⸗Tertia Deutſch. Nachfolger des im Herbſt 1884 penſionierten fran⸗ zöſiſchen und engliſchen Lehrers Andreas Fritzmann wurde der durch Allerh. Dekret vom 24. Oktober 1882 zu Büdingen angeſtellte Gymnaſiallehrer Otto Schädel aus Darmſtadt. Derſelbe trat im September 1884 als definitiver Lehrer ſeine Stelle zu Bensheim an und gibt gegenwärtig außer dem franzöſiſchen und engliſchen Unterricht an der Anſtalt den deutſchen in VI. und in II. b. An die Stelle des am Schluſſe des Sommerſemeſters 1885 penſionierten Elementarlehrers Karl Armbruſter kam durch hohe Verfügung vom 31. Auguſt 1885 der Elementarlehrer an der Stadt⸗