Aufsatz 
Geschichte des Bensheimer Gymnasiums nach den Urkunden dargestellt : 2. Teil / von Heinrich Dinges
Entstehung
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Realſchule zu Bingen an das Bensheimer Gymnaſium berufen worden war. Dieſer übernahm mit dem Beginn des Sommerſemeſters den Unterricht Heußleins, Latein, Griechiſch und Mathematik in IV. und Deutſch in V. und VI. und wurde außerdem Turnlehrer. Seit 1877 gibt er den deutſchen Unterricht in I., dabei gegenwärtig den lateiniſchen und griechiſchen in III. b. und den Turnunterricht in den oberſten Klaſſen. Durch Verfügung Großh. Behörde vom 22. April 1876 wurde der Ele⸗ mentarlehrer Karl Armbruſter zu Bensheim proviſoriſcher Lehrer am hieſigen Gymnaſium und am 2. Mai in den Dienſt eingewieſen. Er lehrte in den unterſten Klaſſen Deutſch, Geographie, Rechnen, Schönſchreiben und Naturkunde, hatte den Geſang⸗ und Zeichenunterricht der ganzen An⸗ ſtalt und im Sommerſemeſter 1876 den ganzen Turnunterricht mit wöchentlich 7 Stunden. Mit Schluß des Sommerſemeſters 1885 trat er in den Ruheſtand. Durch Verfügung Großh. Miniſte⸗ riums vom 22. September 1876 wurde der Gymnaſial⸗ und Realſchul⸗Lehramtskandidat Dr. Guſtav Storck von Schönberg proviſoriſch und durch Allerh. Dekret vom 26. März 1878 definitiv am Bensheimer Gymnaſium angeſtellt, doch ſchon durch Allerh. Entſchließung vom 24. Januar 1880 an die Realſchule zu Alzey verſetzt. Durch Allerh. Dekret von demſelben Datum wurde der ſeitherige Lehrer an der Realſchule zu Alzey, Guſtav Schwabe, an das Bensheimer Gymnaſium berufen, konnte aber ſeine neue Stelle wegen Krankheit nicht antreten; er erlag am 15. Juli 1880 ſeinen Leiden. Dr. Joſeph Hahn, der nach hoher Verfügung Großh. Miniſteriums vom 14. Juni 1878 ſeinen Acceß am Bensheimer Gymnaſium gemacht hatte, erteilte auch nach Ablauf desſelben als proviſoriſcher Lehrer den mathematiſchen und naturwiſſenſchaftlichen Unterricht in den mittleren Klaſſen, den er das vorhergehende Jahr als Acceſſiſt gegeben hatte. Er wurde durch hohe Verfügung vom 28. Januar 1880 an das Gymnaſium zu Gießen verſetzt. Durch hohe Verfügung vom 12. Februar und 30. März 1880 wurden die Acceſſiſten Dr. Waldemar Mohr zu Gießen und Ludwig Roth zu Darmſtadt als proviſoriſche Lehrer an das Bensheimer Gymnaſium berufen. Dieſer übernahm in Vertretung des kranken Schwabe den Unterricht, den ſeither Dr. Hahn erteilt hatte; Dr. Mohr aber trat als Nachfolger des Dr. Storck den lateiniſchen Unterricht in Quarta und Quinta, den deutſchen in Sexta und den griechiſchen in Tertia a. an. Dr. Mohr wurde durch Allerh. Dekret vom 17. Auguſt 1880 mit Wirkung vom 1. Oktober definitiv, wirkte aber nur noch kurze Zeit in Bensheim. Durch Allerh. Dekret vom 3. November 1882 wurde er mit Wirkung vom 31. März 1883 auf ſein Nachſuchen aus dem heſſiſchen Staatsdienſt entlaſſen und trat eine Stelle zu Kottbus an. Er iſt gebürtig aus Stendal. Ludwig Roth blieb nur bis zum Ende des Schuljahres 1880 am Bensheimer Gymnaſium und wurde dann als proviſoriſcher Lehrer an die Realſchule zu Wimpfen verſetzt. Sein Nachfolger ward Dr. Bernhard Biel aus Hersfeld, der vorher an der Realſchule zu Friedberg gewirkt hatte und durch hohe Verfügung vom 10. Auguſt mit Wirkung vom 11. Oktober 1880 als proviſoriſcher Lehrer an das Bensheimer Gymnaſium kam. Derſelbe übernahm den mathematiſchen Unterricht in III. a., III. b. und II. b., den naturwiſſenſchaftlichen in IV., V. und VI. und ward 1881 mit letzterem auch für die übrigen(höheren) Klaſſen der Anſtalt betraut. Gegen⸗ wärtig vertritt er nebſt der Mathematik in III. a. und II. b. die Naturwiſſenſchaft von der IV. an aufwärts in allen Klaſſen, und den Turnunterricht in III. a. und III. b. Seine definitive Anſtellung erfolgte durch Allerh. Entſchließung vom 12. Dezember 1881.

Durch hohe Verfügung vom 5. September 1881 wurde Guſtav Michael Sommer, Kaplan