Aufsatz 
Geschichte des Bensheimer Gymnasiums nach den Urkunden dargestellt : 2. Teil / von Heinrich Dinges
Entstehung
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dieſelbe als Direktor geleitet. Seine dankbaren Schüler ſetzten ihm auf dem Friedhofe ein Denkmal, bei deſſen Enthüllung Prof. Dr. Johann Keller, damals Gymnaſiallehrer zu Mainz, gegenwärtig Direktor des Bensheimer Gymnaſiums, die Weiherede hielt. Joſeph Helm war geboren den 31. Mai 1792 zu Montabaur. Gymnaſiallehrer Herrmann, der ſeit der Erkrankung Helms bis zum Eintritt des neuen Direktors der Anſtalt proviſoriſch vorgeſtanden hatte, erhielt durch Allerh. Dekret vom 17. Januar 1862 den Titel Profeſſor. Durch hohe Verfügung vom 12. September 1864 wurde der proviſoriſche Lehrer Jakob Schlenger an das Mainzer Gymnaſium verſetzt, wo er noch wirkt. Mit Anfang des Schuljahres 1865/66 kam als proviſoriſcher Lehrer Andreas Fritzmann aus Marienborn an die Anſtalt. Er wurde Ende des Schuljahres 1868 definitiv, wirkte hauptſächlich als Lehrer des Franzöſiſchen und Engliſchen, trat zu Ende des Schuljahres(Herbſt) 1884 in den Ruheſtand und ſtarb am 13. Dezember 1884 zu Bensheim. Unter Anerkennung ihrer langjährigen und treuen Dienſte wurden Profeſſor Herrmann und Gymnaſiallehrer Martin Helm durch Allerh. Dekret vom 9. November 1867 auf ihr Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt. Herrmann erhielt das Ritterkreuz I. Klaſſe des Philippsordens, Helm den Charakter als Profeſſor. Dieſer ſtarb den 6. Juli 1869 zu Bensheim im 71. Lebensjahre, Herrmann am 16. September 1871 daſelbſt, 73 Jahre alt. Durch hohe Verfügung vom 25. November 1867 wurde Dr. Jakob Bamberger aus Mainz;, der ſeither eine Lehrerſtelle an der Mainzer Realſchule proviſoriſch verſehen hatte, an das Bensheimer Gymnaſium berufen; dann durch Verfügung vom 29. Oktober 1868 Dr. Heinrich Dinges aus Mainz;, der ſeit 4 Jahren als Repetitor und Hülfslehrer am Gymnaſium zu Mainz gewirkt hatte. Dr. Dinges wurde durch Allerh. Dekret vom 6. Februar 1869 definitiv am Bensheimer Gymnaſium angeſtellt, Dr. Bamberger im folgenden Jahre d. d. 23. Februar. Dieſer wirkte dann als Lehrer des Deutſchen, Lateiniſchen, Griechiſchen und der Mathematik in den unteren und mittleren Klaſſen ununterbrochen hier, bis er infolge eines Halsleidens um längeren Ur⸗ laub nachſuchen mußte, den er am 14. April 1882 auf zwei Monate erhielt. Ihn vertrat der Gym⸗ naſial⸗ und Realſchul⸗Lehramtsacceſſiſt Friedrich Obenauer. Doch konnte Dr. Bamberger nach Ablauf des Urlaubs ſeinen ganzen Unterricht nicht übernehmen und wurde noch bis zum Schluſſe des Schuljahres von Obenauer, der auch 4 Stunden Turnunterricht gab, in S lateiniſchen Stunden vertreten. Dr. Bamberger genas nicht wieder. Er übernahm zwar für das Schuljahr 1882/83, nachdem Obenauer an die Realſchule zu Wimpfen verſetzt war, ſeinen ganzen Unterricht wieder, mußte denſelben aber mehrere Wochen ausſetzen und von den Kollegen, beſonders aber von dem Acceſ⸗ ſiſten Karl Denig vertreten werden. Durch Allerh. Dekret vom 12. April 1884 in den Ruheſtand verſetzt, ſtarb Dr. Bamberger zu Mainz am 23. Auguſt 1884. Er war geboren zu Mainz 1836. Dr. Dinges gab in den erſten 5 Jahren ſeiner Wirkſamkeit am Bensheimer Gymnaſium alter⸗ natim mit Dr. Bamberger denſelben Unterricht in denſelben Klaſſen, wurde dann noch mit dem lateiniſchen Unterricht in Prima und mit dem griechiſchen in Sekunda betraut und iſt gegenwärtig Lehrer des Lateiniſchen in J. a. und in II. a. und des Griechiſchen und Deutſchen in II. a. Mit Anfang des Schuljahres 1872/73 wurde Engelbert Heußlein aus Groß⸗Steinheim, der im vor⸗ hergehenden Jahre ſeinen Acceß am Bensheimer Gymnaſium gemacht hatte, proviſoriſch hier angeſtellt. Derſelbe wurde mit Beginn des Sommerſemeſters 1874 an Großh. Realſchule zu Michelſtadt verſetzt, nachdem Dr. Peter Häling aus Bensheim durch Allerh. Dekret vom 11. Oktober 1873 von der