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1853 auf ſein Nachſuchen von ſeiner Stelle als Lehrer am Bensheimer Gymnaſium enthoben. Dr. Blümmer wurde dann durch Allerh. Dekret vom 20. Auguſt 1856 als Gymnaſiallehrer zu Büdingen wieder angeſtellt; daſelbſt ſtarb er den 29. April 1878.— Im Herbſt 1851, in der zweiten Hälfte des Schuljahres, erhielt auch die von der Zeitrichtung ſo hoch gehaltene Naturwiſſenſchaft ihren Vertreter am Bensheimer Gymnaſium in dem Fachlehrer Dr. Cornelius Billhardt aus Bingen. Er wird im Programm von 1852 als Acceſſiſt erwähnt mit einer wöchentlichen Stunde Naturwiſſenſchaft, welche prima und secunda gemeinſam bei ihm hatten, und einer wöchentlichen Stunde Botanik. Im Pro⸗ gramm von 1853 wird er als proviſoriſcher Lehrer der Naturwiſſenſchaft mit wöchentlich 6 Stunden aufgeführt, wovon in prima und secunda je eine, in tertia und quarta je 2 gegeben wurden. Seine Wirkſamkeit dauerte hier aber nur vier Jahre. Im Herbſt 1855 wurde er in gleicher Eigenſchaft an dem Mainzer Gymnaſium angeſtellt. Er ſtarb im blühendſten Mannesalter im Mai 1862 zu Bingen. Durch Verfügung Großh. Oberſtudien⸗Direktion vom 17. Oktober 1855 wurde Dr. Paul Reis aus Koſtheim proviſoriſcher Lehrer der Naturwiſſenſchaft am Bensheimer Gymnaſium, aber ſchon durch Verfügung derſelben Behörde vom 21. April 1856 an das Gymnaſium zu Worms verſetzt. Derſelbe wurde auch am Gymnaſium zu Mainz Nachfolger Billhardts und wirkt noch gegenwärtig dort.— Am 31. Januar 1853 ſtarb der wohlverdiente Gymnaſiallehrer Joſeph Weyer zu Bensheim. Er war geboren daſelbſt am 8. Dezember 1798 und hatte über 31 Jahre an der Anſtalt gewirkt. Zur Aushülfe wurde nun von Großh. Behörde der Lehramts⸗Kandidat Dr. Johann Bapt. Geyer aus Mainz beſtimmt, der mit Unterbrechung ſeines proviſoriſchen Lehramtes zu Bensheim das Schuljahr 1856/57 am Gymnaſium zu Mainz wirkte, während welcher Zeit Dr. Herberg aus Mommenheim am Bensheimer Gymnaſium verwendet war. Dr. Geyer wurde am Anfang des folgenden Schul⸗ jahres(Herbſt 1857) wieder proviſoriſch am Bensheimer Gymnaſium angeſtellt und durch Allerh. Dekret vom 27. Dezember 1862 definitiv. Gleichzeitig mit Dr. Geyer begann nach hoher Verfüg⸗ ung vom 7. Juni 1853 der Gymnaſiallehramts⸗Kandidat Dr. Karl Joſeph Hattemer aus Gau⸗Algesheim ſeine Lehrthätigkeit am Bensheimer Gymnaſium. Derſelbe wurde durch Verfügung Großh. Oberſtudien⸗Direktion vom 27. Oktober 1854 zum Repetitor am Gymnaſium zu Mainz er⸗ nannt und ſtarb daſelbſt als Gymnaſiallehrer den 22. Auguſt 1873.— Durch Verfügung Großh. Ober⸗ ſtudien⸗Direktion vom 1. November und biſchöflichen Ordinariats vom 14. Oktober 1853 erhielt auch der im Laufe des Jahres ſeines kirchlichen Amtes und ſeiner ſtaatlichen Anſtellung zu Bensheim ent⸗ hobene Benefiziat und Gymnaſiallehrer Dr. Blümmer ſeinen Nachfolger in dem proviſoriſch hierzu ernannten Prieſter Jakob Karl Joſeph Dommerque. Dieſer war geboren zu Groß⸗Steinheim den 7. September 1820, Prieſter ſeit dem 23. September 1843 und hatte zur Zeit unmittelbar vor ſeiner Bensheimer Wirkſamkeit die Pfarrei Nierſtein verwaltet. Die erwähnte Verfügung Großh. Oberſtudien⸗Direktion vom 1. November 1853 überweiſt dem Prieſter Dommerque den Unterricht in der Religion und im Hebräiſchen ſowie 8 wöchentliche Stunden ſonſtigen Unterrichts. Er qualifizierte ſich für den Unterricht der griechiſchen Sprache. In der Sitzung des Gemeinderats vom 22. Januar 1858, wozu ſich ⅛ desſelben eingefunden hatten, wurde ſeine Präſentation an biſchöfliches Ordinariat beſchloſſen. Die Präſentationsurkunde iſt vom 26. Februar 1858. Den 7. Februar 1861 erfolgte die Kommende des Biſchofs Ketteler auf das beneficium S. Spiritus c. Seine definitive ſtaatliche An⸗ ſtellung erfolgte durch Allerh. Dekret vom 26. Oktober 1874. Seine Lehrfächer blieben Religion,


