Aufsatz 
Von der Aussendung der Apostel / vom ... Dieterich
Entstehung
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sich tragen werden, so ist es auch mit den für das natürliche Auge erkennbaren un- willkürlichen Lebenserweisungen der gesammten ærlai; sehen wir dagegen auf die aus dem Willen, dem bewussten, wie dem unbewussten mit all seinen Trieben, Neigungen, Gelüsten hervorgehenden Lebensbethätigungen, welche Unordnung, Auflösung und Zer- störung offenbart sich dann in grossen Gebieten der bewussten, wie der unbewussten xricug! Wie bei dem Menschen durch die Stellung des Herzens das Thun desselben in seinem sittlichen Werthe oder Unwerthe bestimmt wird, so wird hier die Lebensbethäti- gung der gesammten zrias die Stellung der bewussten zrimc spiegeln und verrathen und dies um so unmerklicher und schwächer, je entfernter von ihrem Mittelpunkt und je unabhängiger und unberührter von dem Willen der bewussten riac ihre Lebensfunctio- nen geschehen. Um so viel näher uns nun unser leiblicher Organismus steht im Ver- gleich zur gesammten zriaw, um so leichter können wir in unserer Lebensthätigkeit die Neigungen und Willensbestrebungen unseres Herzens erkennen und den Zusammenhang beider wahrnehmen und so uns überhaupt das Auge für die Erkenntniss der Sünde geöffnet ist, den sündlichen Zustand des Herzens in unserm ganzen Leben und Handeln erkennen; je ferner uns aber die unbewusste zrimc rückt, um so schwerer ist in Bezug auf sie solche Erkenntniss. Das Sehnen und ängstliche Harren der Creatur ist wohl schon von manchen zartern Seelen, welche ein tieferes Verständniss und einen tiefern Einblick in die Natur hatten, empfunden; dass sie sich aber sehnt von dem Dienst des vergänglichen Wesens frei zu werden und die herrliche Freiheit der Kinder Gottes zu er- langen, dies zu erkennen und zu empfinden, dazu ist noth eine tiefe Erkenntniss und Erfahrung unserer Sünden und deren Wirkung auf die ganze rtaw, und eine eben so tiefe Erfahrung der Gnade Gottes am eignen Herzen. Nur wer solches erfahren hat ähnlich, wie Paulus, der vermag das Durchzittern der menschlichen Sünde durch die mriüs und deren Sehnsucht nach der Offenbarung der Kinder Gottes zu empfinden ¹). Wie an unserer Stelle, wird auch zriauw in dem Brief an die Col. 1, 23 gebraucht und Offenb. 5, 13 bestätigt in grossartiger Weise diese Auffassung ²). Durch des Herrn Thun und Leiden, Sterben und Auferstehen ist aller xrtaus Erlösung bereitet und neues unvergängliches Leben an das Licht gebracht, an welchem durch den Menschen alle

1) Treffende Bemerkungen hierüber giebt zu Röm. 8, 14, etc. Bengel und ausführlicheres bietet Stier in den Reden des Herrn z. u. St., wo auch die einschlägige Lit. zu ünden ist, *²) Auch in Hebr. 4, 13 ist die Bedeutung umfassender.