Aufsatz 
Aufgaben, Methode und Bedürfnisse unseres Unterrichts in der Chemie
Entstehung
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ſchlag ab, der weniger Säure nthält, als das normale Salz, das baſiſch ſchwefelſaure Eiſenoxyd: 92 0,+ 3Fe+ 50= 1orO. Die niederen Oxyde und Chloride des Eiſens, Kupfers und Zinns wirken kräftig reducirend auf Salpeter⸗ ſäure, ſo daß bei Gegerwart von Salpeterſäure kein niederes Salz dieſer Metalle beſtehen kann. Auch Uranchlorür wirkt reducirend auf höhere Eiſenſalze. Die ſchwefelige Säure iſt eben⸗ falls ein ſtark reducirender Körper; ſie entfärbt übermanganſaures Kali, weil ſie der Uebermangan⸗

ſäure Sauerſtoff entzieht:

5802+ Mn.O,= 5803+ 2MnO; ſchwefelſaures Eiſenoxyd wird durch ſie in Eiſenvitriol verwandelt. Auch Oxalſäure,((203,HI.O= . H.O) wirkt auf gewiſſe Körper redueirend, indem ſie ſich in Kohlenſäure verwandelt: HaO+. 0= 200,+ H. O. Die Reduction des Braunſteins durch Oralſäure bei Gegenwart von Schwefel⸗ ſäure bietet ein bequemes Mittel, die Güte des Braunſteins zu unterſuchen. Gibt man zu einer genau abgewogenen kleinen Menge Braunſtein überſchüſſige Schwefel⸗ und Oxalſäure, wiegt ab und beſtimmt den durch die entweichende Kohlenſäure entſtandenen Gewichtsverluſt, ſo läßt ſich die Menge des eigentlichen Manganüberoxydes, MnO, im gewogenen Braunſtein durch die Gleichung:

2.O.+ MnO,+ SII,O.= 200, SMnO.+ IHI.O beſtimmen. Da das Molekulargewicht des MnO.= 85, das der C02= 44, ſo ſind bei einem Verluſt von je 88 Gewichtstheilen(2 Mol.) Kohlenſäure 85 Gewichtsth. Manganüberoxyd reducirt worden. Chamäleon und Chromſäure werden ebenfalls durch Orxalſäure reducirt..

Die kräftigen Affinitäten der Haloide laſſen auch dieſe mitunter als wirkſame Oxydationsmittel erſcheinen. Es werden Aetzalkalien in Waſſer gelöst, mit einer geringen Menge von Cobaltoxydhydrat gemengt und Chlor eingeleitet. Dieſes wird abſorbirt und Sauerſtoff ausgetrieben, der in der pneu⸗ matiſchen Wanne aufgefangen wird(2 NaHllO+ 201= 2NaCl+ H.0+ 0). Das angewandte Cobaltoxydhydrat bleibt ſcheinbar unverändert. Da jedoch bei Weglaſſung des Cobaltoxydes der Verſuch ein ganz anderes Reſultat hat, ſo muß es dennoch eine weſentliche Rolle ſpielen. Man kann ſich etwa denken, daß ſich das Cobaltoxyd nach der Gleichung

CoO+ 661+ 3f20= 2C003+ 6 HCl in Cobaltſäure verwandelt, die letztere aber, da ſie nicht ſehr beſtändig iſt, den Sauerſtoff wieder abgiebt, ſo daß der eigentliche Erfolg durch die Gleichung: 2NaHlO+ 2Cl= 2NaCl+ H.0+ 0. ausgedrückt wird. Leitet man aber in eine alkaliſche Löſung, welche mit Cobaltoxydhydrat nicht ver⸗ ſetzt iſt, Chlor ein, ſo wird das Chlor ebenfalls gebunden, aber eine Sauerſtoffentwickelung findet nicht ſtatt. Da jedoch nach der Gleichung: KHO+ 2C1= Kol+ HcCl+ 0

Sauerſtoff hierbei frei wird, ſo muß er ſich ſofort wieder binden; die Gleichung:

20 0+ 2Cl= CIHO+ HCl. zeigt, daß der O das weiter eintretende Chlor ſelbſt oxydirt, dadurch Chlorſäure bildet, die mit dem vorhandenen freien Alkali ein chlorſaures Salz bildet:

CIHOS+ 3 HCl+ 4KHO= 3KCI+ ClkO+ 4.O.. Auf dieſe Weiſe wird Chlor zur Urſache der Entſtehung eines der kräftigſten Orydati onsmittel(CIKOs), iſt deßhalb ein Mittel, durch welches man indirect Sauerſtoff auf andere Körper übertragen kann. Daß ſich übrigens die Oxydation direct vollziehen kann, wird durch Einleiten von Cl in ungeſäuerte Eiſenvitriollöſung bewieſen; die grune Rlüſſigkeit wird braun, das Oxydulſalz geht in das Oxydſalz über: 2. 10ſo, 4. 2 0.+ 2 1= 380 0. 28101 Auch andere Stoffe, wie Manganoxydul⸗ und Bleioxydſalze werden durch Chlor höher oxydirt: 2MnO+ 5.0+ 1001= Mn.O,+ 10 Hcl und CPbO+ HO0+ 201= PbO,+ C0.,+ 2Cl. (Kohlenſaur.(Bleiüberoxyd) Bleioxyd)