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wiſſenhaftigkeit die Schüler bei jeder Gelegenheit an logiſches Denken gewöhnt werden. Nachdem nun dem Königswaſſer eine kurze Betrachtung gewidmet iſt,(aus der Miſchung von NIIOz und 3 H0lentſteht 2H. O Cl+† NOC;; die letzte Verbindung kann als Unterſalpeterſäure, NOa, betrachtet werden, in welcher 1 Atom O durch 2 Atome G erſetzt iſt: Chlorunterſalpeterſäure), werden die Orydationser⸗ ſcheinungen der gebundenen Salpeterſäure und damit die exploſiven Gemenge aus Salpeter und brenn⸗ baren Subſtanzen unterſucht und hierauf Unterſalpeterſäure und ſalpetrige Säure betrachtet. Der Name Unterſalpeterſäure iſt unpaſſend, da der Körper, dem der Name zukommt, mit Baſen ſich zu vereinigen nicht im Stande iſt. Leitet man die durch Zerſetzung des ſalpeterſauren Bleis erhaltenen rothen Dämpfe in Kalilöſung, ſo findet man außer Kaliſalpeter ein Salz von der Zuſammenſetzung NKO= Xo. Daraus wird ſich, indem manſſtatt des Metalls H ſubſtituirt, das Hydrat n 0 und das Anhydrid
85 0= Na0; ableiten. Es ergibt ſich demnach leicht die Erklärung des Vorgangs bei der Einleitung
der rothe.: Dämpfe in Kalälöſung durch die Gleſchung NO, 7— o NO/ 1 H) Na0u oder NO. † 10 1 IIo= K0 E0+ Kaliſal⸗ ſalpetrig⸗ peter ſaur. Kal. Die Unbeſtändigkeit des Hydrates der ſalpetrigen Säure, die Erzeugung von Stickoxyd bei ſeiner Zerſetzung, welches ſich an der Luft zu Unterſalpeterſäure oxydirt, die ihrerſeits wieder ſich bei Gegen⸗ wart von Waſſer theilweiſe zu ſalpetriger Säure umſetzt, führt zur Fixirung des Sauerſtoffs der atmoſphä⸗
riſchen Luft: nO
3 NHO= NHO+ 2N8O0+ H,O
2NG. 20et PNe,. 1140,
2NO+ Ha0= NHO+ NHOE.
3NHO=..... u. ſ. w. 3
Demnach iſt, wenn auf anderer Seite kein Verluſt ſtattfindet, eine gewiſſe Menge ſalpetriger Säure, reſp. Salpeterſäure, im Stande, fortwährend neue Mengen von Sauerſtoff aus der Luft zu binden und an andere oxyderbare Körper zu übertragen. Dieſe Eigenſchaft wird bei der Fabrikation der engliſchen Schwefelſäure praktiſch verwerthet; der dabei ſtattfindende Proceß wird dem Schüler durch den Verſuch erläutert und die Fabrikation im Großen erklärt.— Nachdem dann noch die niedrigſten Oxydationsſtuſen des Stickſtoffs vorgeführt, namentlich das Stickoxydul, NaO, dargeſtellt und ſeine Eigen⸗ ſchaften erläutert ſind, werden die Oxyde des Chlors als Oxvdationsmittel kennen gelernt. Iſt ſchon die Salpeterſäure leicht geneigt, Sauerſtoff abzugeben, trotzdem der Stickſtoff fünfwerthig iſt, alſo je eines ſeiner Atome den Sauerſtoff mit fünf Angriffspunkten beſchäftigen kann, ſo muß die Chlor⸗ ſäure um ſo leichter zerfallen, da das Chlor nur mit einem Angriffspunkt auf ſämutliche Angriffs⸗ punkte des Sauerſtoffs in der Säure wirken kann. Die außerordentlich heftig oxydirende Eigenſchaft der Chlorſäure, CIIO; und der chlorſauren Salze, hauptſächlich des chlorſauren Kaliums, ClKO, wird durch Verſuche nachgewieſen(Feuerwerkerei). Auch die unterchlorige Säure CIHO, wird mit ihren intereſſanten Eigenſchaften vorgeführt, der Grund der bleichenden Wirkung in der Art ihres Zerfallens
vermuthet: 201HIO= 201+† H0+ 0. Sie kann aus Chlorkalk(unterchlorigſaurem Kalk) durch eine Säure ausgeſchieden werden:
- 80 80 Cl 80 CI
62O. IaO.= 80270, 4 1eſo.= Grho, † 2. M0. Pubtie Sie entſteht auch durch Einwirkung von Chlor auf Alkaliſalze. Im erſten Stadium bildet ſich hierbei wahrſcheinlich doppelt kohlenſaures Kalium:
00 H 00 Cl K. 60.* no⸗+ 201 80⸗ 4 80 KI neutrales ſaures Salz Salz


