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Mit Vertretung des letztgenannten wahrend seiner militärischen Dienstleistung wurde der am hiesigen städtischen Gymnasium als Probandus beschaâftigte Kandidat Ankel be- auftragt. Prof. Wolff wurde während seines Urlaubs von dem schon früher an unserem Gymnasium aushülfsweise beschäftigten Hülfslehrer Dietz vertreten. Den Turnunterricht erteilte anstatt des Lehrers Jünemann i. S. Hülfslehrer Temme. Den Unterricht des er- krankten Prof. Krebs übernahm nach den Herbstferien Hülfslehrer Homburg. Gleichzeitig wurde auch Kandidat Dr. Warth unserer Anstalt zur Ableistung seines Probejahrs überwiesen.
3. Schulfeste und Ahnliches.
Am 14. Mai wurden von sämtlichen Klassen zur Feier des Maifestes Ausflüge in die Umgegend unternommen.
Die vaterländischen Gedenktage wurden mit entsprechenden Vorträgen und mit Andacht begangen. Die 25. Wiederkehr des Sedantages wurde in dem Biegwalde bei Rödelheim unter Teilnahme der Angehörigen unserer Schüler am Morgen des 2. September mit Turnspielen und Gesängen gefeiert. Prof. Krebs hielt auf dem Festplatze eine die hohe Bedeutuug des Tages würdigende Ansprache.
Die Festrede bei der zur Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers am 27. Januar veranstalteten Schulaktes hielt Prof. Dr. Primer. Das Thema der Rede war: Die Gebrüder Grimm und das deutsche Wörterbuch.
Am 14. November erfreute und erhob Wilhelm Jordan die 6 oberen Klassen unseres Gymnasiums durch den meisterhaften Vortrag von Lied 5 und 6 seiner Nibelungen- dichtung. Am Schlusse des in der Aula gehaltenen Vortrages, dem auch eine gröſsere Anzahl hiesiger Verehrer des Dichters beiwohnte, richtete Jordan einen warmen und be- geisternden Apell an die versammelte Jugend, in dem er sie mahnte, im Gegensatz zu den Verirrungen unserer Tage ideale Gesinnung im Leben und in der Dichtung alle Zeit hochzuhalten. Der Primus des Gymnasiums sprach darauf dem Dichter im Namen seiner Mitschüler in einigen, von ihm selbst verfaſsten, warm empfundenen Versen den Dank unter Uberreichung eines Lorbeerkranzes aus.
4. Prüfungen und Revisionen.
Vom 12.—16. August unterzog sich ein Oberprimaner der schriftlichen Reife- prüfung. Die mündliche Prüfung fand am 11. September unter dem Vorsitz des Königl. Kommissars, Geh. Regierungsrat Dr. Lahmeyer statt. Die Reifeprüfung im Winter begann am 28. Januar. In ihrem mündlichen Teile wurde sie unter dem Vorsitz des obgenannten Königl. Kommissars am 12. März abgehalten. Sämtliche Prüflinge— 20— erhielten das Reifezeugnis.
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