18
Zur Kontrole ist das Nivellement vom Endpunkte(11) rückwärts bis zum Ausgangs- punkte(3) auf einem vom ersten verschiedenen Wege über den Turnplatz ausgeführt
worden. Die Resultate sind in der folgenden Tabelle enthalten: Lattenablesung Höhenunterschied IAnge des Reduktions. Punkte Weges Höhe rückwärts vorwärts Steigen Fallen ͤ e— 12 40 11,91 S; 1,38 0,.0440 1,95 2 130—— 1127 S. 1,48 90,18 111: 126 16s6öö——ll12,55— 8, 1,419 60,23 11,54 —— 25— — 423— 13,8— Ss 1,50 0,27 11,27 ————“— Echi der 125——— 11,10—— Turhhalͤe 1,44 0.9 11 08 V 0,04 0,87
Hiernach ist das Gesamtresultat beim Vorgehen:+ 0,79 und beim Zurückgehen: — 0,83, die Differenz beträgt demnach— 0,04, welche nach den gewöhnlichen Methoden der Ausgleichungs-Rechnung(proportional den Steigungen) verteilt werden kann.
In Figur 25, Tafel II ist das Längenprofil der nivellierten Strecke von der Turn- hallenecke(3) bis zur Ecke der Allee(11) gezeichnet. Dabei sind die in der Tabelle auf Seite 17 vermerkten Weg-Längen als Abszissen im Mafſsstabe 1: 1000 und die Reduktions- Hohen als Ordinaten im Maſsstabe 1: 100 abgetragen.
Erwähnung verdient noch ein zweites Nivellierinstrument, die Kanalwage, welche wegen ihrer einfachen Konstruktion und leichten Handhabung vielfach Anwendung findet. Sie besteht aus einer zylindrischen metallenen Röhre von 1m Länge und 3—5 cm Weite, welche an den Enden umgebogen ist; in diesen Endstücken sind ungefähr 3 cm weite gleich- lange Glasröhren eingekittet, die oben durch Deckel leicht geschlossen werden können und in deren Grunde im Inneren 2 hohle Blechkegel mit kleiner Offnung nach oben angebracht sind. Soll diese, z. T. mit Wasser gefüllte und auf einem Stativ ruhende kommunizierende Röhre zum Nivellieren gebraucht werden, so ist der ganze Apparat zunächst horizontal auf- zustellen, was erreicht ist, wenn die Wassersäulen auf beiden Seiten gleich hoch stehen. Das Visieren nach der Nivellier-Latte geschieht über die Flüssigkeitsoberflächen. Bei dem Ge- brauch ist ein luftdichtes Schlieſsen der Deckel, wodurch ungleicher Druck in den Rohren ent- stehen könnte, zu vermeiden. Bei der Anschaffung achte man darauf, daſs letztere mõöglichst gleich weit und nicht zu eng sind, da sonst die Kapillarität nachteiligen Einflufs ausüben


